Von Haltung, Heimat und Herabwürdigung - Ulrike Lunacek, ehem. Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, eröffnet die Rainbow Lectures

Europa – Österreich – Recht 

 

Von Haltung, Heimat und Herabwürdigung 

Ulrike Lunacek, ehem. Vizepräsidentin des Europarlaments, eröffnet die Rainbow Lectures in der neuen taz Kantine 

 

Mit der Vizepräsidentin des Europaparlaments von 2014-2017, Ulrike Lunacek, aus Wien wurden die 6 Rainbow Lectures anlässlich des 150. Geburtstags von Magnus Hirschfeld und der Erinnerung an den 100. Jahrestag der Eröffnung des Instituts für Sexualwissenschaft im Juli 1919 hochkarätig eingeleitet. Ulrike Lunacek war 1995 die erste Politikerin Österreichs, die bei ihrer ersten Wahl zum österreichischen Nationalrat ihr Lesbischsein öffentlich machte. Das ist ungefähr 23 Jahre her, was wirklich nicht so lange ist, wenn Lesben, Schwule, Bis, Trans und Inter heute offenbar meinen, man könne einfach mal eine rechte-autoritäre Partei zur Sicherheit wählen. Auf LSBTI*s ist politisch durchaus kein Verlass und das ist peinlich genug. Bei den Nationalratswahlen 2017 erreichten die Grünen 3,8 % und flogen aus dem österreichischen Parlament.

 

Ulrike Lunaceks Rainbow Lecture fiel zwanglos und biografisch, politisch und informativ sowie kämpferisch aus. Sie spannte einen Bogen von ihren lesbischen Aktionen mit SAPHOS TRA(U)M bis zu ihrem Termin als Vizepräsidentin mit Papst Franziskus, dem sie mit Haltung doch diplomatisch einen Regenbogenschal aus Südamerika überreichte. Die Farben des Friedens und der LSBTI*s nahm das Oberhaupt der Katholischen Kirche gleichermaßen an. Weil sie Dolmetscherin für Spanisch ist, konnte sie dem Papst das mehrdeutige Geschenk durchaus vermitteln. Sie berichtete von der Arbeit der LSBTI*-Intergroup im Europaparlament und ließ nicht unerwähnt, dass ihr Politiker angehören, die nicht offen schwul oder lesbisch leben, was eben einen Wink auf den immer noch sensiblen Bereich der Vereinbarkeit von politischer Karriere und sexueller Praxis in Europa gibt. Lunaceks Wahlspruch für ihre Rainbow Lecture – „Es ist normal, anders zu sein“ – harrt insofern nach wie vor seiner Einlösung.

 

Die Rainbow Lectures werden von der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. (MHG) mit Raimund Wolfert und der Initiative Queer Lectures e. V. (IQN) mit Jan Feddersen in der neuen taz Kantine in der Friedrichstraße 21 organisiert. Die Veranstaltung bei freiem Eintritt war gut besucht. Mit den Rainbow Lectures geht es darum, einen europäischen Rahmen der Rechte von LSBTI*s herzustellen. Durch Katarzyna Remin wird die nächste Veranstaltung von der Vertreterin der größten polnischen LSBTI*-Organisation, Kampania Przeciw Homofobi am 22. Januar 2019 um 19:00 Uhr, bestritten. Denn in „Polen blüht ein neuer Autoritarismus“[1], der national, rassistisch und katholisch gefärbt ist. Anna Hájiková von der University of Warwick, Großbritannien, wird ebenso wie Patrick Hinze und Aeyal Gross von der Universität in Tel Aviv sowie Dennis Altmann von der La Trobe University in Melbourne, Australien, von aktuellen Entwicklungen zu LSBTI*-Rechten berichten. Damit versprechen die Rainbow Lectures in der taz Kantine ein hohes internationales Niveau.

 

Europa und das Europaparlament werden in ihrer Arbeit nach wie vor unterschätzt. Dabei werden die rechtlichen Aushandlungsprozesse, wie beispielsweise in der Besprechung Das Flüssige in der Politik (2016) dargestellt, von maximaler Transparenz begleitet. Doch die rechtlichen Aushandlungsprozesse und langwierigen Debatten haben ein Darstellungsproblem in einer von Twitter- und Facebook-Meldungen beherrschten Öffentlichkeit. Die Prozesse sind komplex und haben meistens einen Informationsnachteil gegenüber Meldungen aus der nationalen Politik. Europa und das Europaparlament sollten nicht nur mit staubtrockenen Meldungen von aberwitzigen Brexit-Verhandlungen präsenter in den Medien werden. Bis auf die Nominierungswettbewerbe der Spitzenkandidaten für die Europawahl 2019 kommt Europa als politischer Schauplatz kaum in den Medien vor. Deshalb war es nun in dem von Ulrike Lunacek gehaltenen Vortrag wichtig und aufschlussreich, aus erster Hand von einer lesbischen Frau etwas über den Alltag im Europaparlament zu erfahren.

 

Die aktuelle, demokratieskeptische Bewegung des Autoritarismus in Europa hat u.a. einen Bezug zum Rechtsempfinden und dem Begehren nach dem Recht, das dann autoritär umgesetzt werden soll.[2] Das Recht lässt sich insofern als eine Gefühlslage beschreibe, was Juristen und Rechtsphilosophen eher fremd ist, in der aktuellen Politik indessen eine zunehmende Rolle spielt. Die LSBTI*-Bewegung hat dahingehend nicht zuletzt mit Ulrike Lunacek in den letzten 30 bis 50 Jahren viel zu einer gesetzlich verbrieften Gleichberechtigung beigetragen. Und zwar in weiten Teilen Europas. Rechte für LSBTI* waren und sind Freiheitsrechte. Sie nehmen keinem anderen Bürger irgendein Recht oder eine staatliche Leistung. Es muss niemand schwul, lesbisch, trans oder inter* werden. Aber es war und ist wichtig, dass ihnen keine Rechte wie Ehe und Adoption vorenthalten werden. Tatsächlich gehört die LSBTI*-Bewegung nicht nur zu den buntesten und vielfältigsten politischen Bewegungen der Rechtsgeschichte, vielmehr auch zu den friedfertigsten. Es ging politisch nie darum, einen/eine Hetero „umzudrehen“. Das war und ist eine Privatangelegenheit.

 

Warum wurde dann Ulrike Lunaceks Website 2014 gehackt und warum erhielt sie, wie sie eher en passant berichtete, vor einer Abstimmung im Europaparlament 40.000 E-Mails mit haltlosen Falschmeldungen und herabwürdigenden Drohungen? Die Herabwürdigung gehört genuin zum politischen Aktionsrepertoire des Autoritarismus. Sie setzt das Ich auf paradoxe Weise in eine Position des Rechts. Denn gerade, weil der, sagen wir E-Mail-Schreiber, sich rechtlos oder entrechtet fühlt, muss er den anderen herabwürdigen, um die Position des Rechts zu erlangen. Es ist letztlich ein leeres, hohles Recht, das der Herabwürdiger erlangt. Schließlich hat die Herabwürdigung einen Ad-hoc-Charakter, weil sie nur destruktiv und entwertend für kurze Zeit funktionieren kann. Um die Position des Rechts durch die Herabwürdigung zu erhalten, muss sie permanent wiederholt werden, sonst müsste der Herabwürdiger die Haltlosigkeit seines Tuns erkennen. Die Herabwürdigung entrechtet den anderen, um ein Recht an ihm und seiner Position zu erlangen. Wie gesagt, eine paradoxe Rechtsposition, die in der LBTI*-Bewegung nie eine Rolle gespielt hat, obwohl einzelnen Schwulen und Lesben etc. ganz bestimmt nicht die Praxis der Herabwürdigung fremd ist.

 

Der Berliner Magnus Hirschfeld (1868-1935) und der Wiener Sigmund Freud (1856-1939) gingen mit der Sexualwissenschaft der eine und der Sexualtheorie der andere unterschiedliche Wege, wie bereits anlässlich des Festakts zum 150. Geburtstag Hirschfelds im Mai deutlich gemacht werden konnte.[3] Doch es ist Freud, der die Herabwürdigung in Bezug auf die „Sexualtheorie“ anspricht. 1923 schreibt er „Eine Einschaltung in die Sexualtheorie“ unter dem Titel Die infantile Genitalorganisation. Freud hatte seit 1905 seine Sexualtheorie mehrfach überarbeitet und erweitert. Die letzte Auflage war 1922 erschienen. Knapp ein Jahr später kommt es zur ziemlich kurzen „Einschaltung“.[4] Sie formuliert erstmals den Begriff der Herabwürdigung im Kontext von Sexualität, Homosexualität und Phallus. 

Es ist auch bekannt, wieviel Herabwürdigung des Weibes, Grauen vor dem Weib, Disposition zur Homosexualität sich aus der endlichen Überzeugung von der Penislosigkeit des Weibes ableitet. Ferenczi hat kürzlich mit vollem Recht das mythologische Symbol des Grauens, das Medusenhaupt, auf den Eindruck des penislosen weiblichen Genitales zurückgeführt.[5]

 

Der Begriff der Herabwürdigung ist in der Einschaltung neu im Vokabular Sigmund Freuds und der wiederholten „Einschaltungen und Abänderungen des Textes“[6] seiner Sexualtheorie. Gibt die Herabwürdigung doch hier einen Wink auf deren psychosexuelle Verkopplung von Phallus und Penis ebenso wie von Begehren, Recht und Macht. Die Herabwürdigung als problematische Redewendung zur Behauptung eines Rechts entspringt einer „infantilen Genitalorganisation“, zu der die Kastrationsangst gehört. Sie vollzieht letztlich eine Regression als politische Strategie. Dass Sigmund Freud erst relativ spät in seiner Sexualtheorie und der Psychoanalyse die Herabwürdigung als beachtenswert auffällt und diese Benennung vornimmt, mag ein Hinweis für ihre Verschachteltheit sein. Sie grenzt sich deutlich gegen die viel häufiger von ihm thematisierte „Schmähung“ ab. Schmähungen kommen in der Traumdeutung ebenso wie in Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten vor. Doch auf diese Ebene gelangt die regressive Herabwürdigung nicht, denn die Schmähung wird im Traum durchaus witzig und empathisch begleitet, während die Herabwürdigung keine Empathie kennt. 

Wenn mein Traum im Vergleiche zu seinem latenten Inhalt in diesem Punkte entstellt, und zwar ins Gegensätzliche entstellt ist, so dient die im Traume manifeste Zärtlichkeit dieser Entstellung oder, mit anderen Worten, die E n t s t e l l u n g erweist sich hier als absichtlich, als ein Mittel der V e r s t e l l u n g. Meine Traumgedanken enthalten eine Schmähung für R.; damit ich diese nicht merke, gelangt in den Traum das Gegenteil, ein zärtliches Empfinden für ihn.[7]

 

Ulrike Lunacek unterstrich in ihrer Rainbow Lecture die positiven Gemeinsamkeiten der LGBTI*-Geschichte seit den 1920er Jahren bis zum Austrofaschismus und seiner Vollendung im Nationalsozialsozialismus. Sie erinnerte dabei an den Textdichter von Wienerliedern wie Schlagern Erich Meder, der bis zu seinem Tod am 18. September 1966 sein Schwulsein im 8. Wiener Bezirk versteckt habe leben müssen. Sein „Rechtsnachfolger“ ließ erst im September 2017 eine Gedenktafel an dem Haus enthüllen, in dem Meder bis zu seinem Tod gelebt hatte. 1936 im Austrofaschismus texte er seinen wortlängenrekordverdächtigen Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän, für den Charles Loubé die Musik komponierte. 1948 kam das Erfolgsheimatlied Du bist die Rose vom Wörthersee hinzu. „Holiolioliholie, holioliolie.“ Insgesamt textete er über 1.300 Titel für Komponisten wie Peter Igelhoff, Nico Dostal und Peter Kreuder, um nur diese zu nennen.

 

Der „Rechtsnachfolger“, Dr. Dr. Wolfgang Bacher, nennt Erich Meder als Texter des Fox-trots Ich möcht so gerne wissen, ob sich die Fische küssen (Maly-Haas-Meder), der sein erster Liedtext gewesen sein soll.[8] Er ist gleich in mehreren Versionen mit Max Hansen, Will Glahé, Peter Igelhoff und Doddy Delisson aus der Zeit um 1934 im Netz überliefert. Die Frage danach, ob sich die Fische unter Wasser küssen, lässt sich in mehrere Richtungen auflösen. Einerseits soll Max Hansen als Kabarettist die Homosexualität bei Adolf Hitler nahegelegt haben, denn das küssen bleibt ja unsichtbar. Andererseits kann der Text als eine verallgemeinerbare Praxis der in der Öffentlichkeit unsichtbaren Homosexualität verstanden werden. Sie küssen trotzdem. 

So nach Stunden vier, 

Sag' ich plötzlich ihr: 

"Du, ich werd' verrückt, 

Weil mich was bedrückt!

 

Ich möcht' so gerne wissen, 

Ob sich die Fische küssen – 

Unter'm Wasser sieht man's nicht, 

Und über'm Wasser tun sie's nicht!

 

Es werden doch die Ludern 

Nicht nur im Wasser rudern! 

Einmal muss so'n böses Tier 

Doch auch küssen, so wie wir!

 

Aber du weißt gut Bescheid da, 

Weil du doch Fischblut hast. 

Denn sonst hättest du mich heut' ja 

Geküsst, 'ne Stunde fast!

 

Drum möcht' ich von dir wissen, 

Ob sich die Fische küssen – 

Ich glaub', dass jeder Fisch gern küsst, 

Wenn es nicht ein Karpfen ist!" 

 

 

Ulrike Lunacek erzählte von Erich Meder als einem für Österreich durchaus typischen Beispiel. Der Fall Erich Meder (1897-1966) dürfte vergleichbar mit dem von Bruno Balz (1902-1988) sein[9], der unter vergleichbar starken Repressalien als Homosexueller im Nationalsozialismus und Nachkriegs-Österreich bzw. -Deutschland gelitten hat. Der Rechtsnachfolger aus Salzburg-Heuberg verzichtet nach wie vor darauf, auf die Homosexualität Meders hinzuweisen. Immerhin sind auf seinem Grabstein 2 weitere Männernamen eingemeißelt. Wahrscheinlich gehört das zur Spannbreite der Darstellungsmöglichkeiten von Homosexualität in Wien und Österreich. Möglicherweise könnte es heute die IDENTITÄT manches Wieners und Österreichers bedrohen, dass die schönsten Liebes- und Heimatlieder – Über den Dächern von Wien – Es klopft mein Herz bum bum – Lügen haben hübsche Beine (Heimatfilm 1956)[10] – ein Schwuler gedichtet hat! Ulrike Lunacek hat während ihrer Amtszeit als Vizepräsidentin Conchita Wurst ins Europäische Parlament nach Brüssel eingeladen, wo diese allerdings nicht im Plenarsaal sprechen durfte. Während es aktuell geradezu Mainstream ist, Angst statt Mut zu schüren, hat Lunacek seit den 90er Jahren danach gehandelt, „Mut statt Angst zu fördern“.

 

Die Arbeit der Intergroup on LGBTI Rights des Europäischen Parlaments wurde von Ulrike Lunacek genauer vorgestellt. Die LGBTI Intergroup ist die größte von 28 Intergroups und versammelt 150 überwiegend heterosexuell orientierte Mitglieder des Parlaments. Sie überwacht die Arbeit der Europäischen Union, die Rechte von LGBTIs in den Institutionen der Europäischen Einrichtungen in Brüssel, Luxemburg, Straßburg und Wien. Weiterhin mischen sie sich aktiv in die Verbreitung von Menschenrechten für LGBTIs in den Mitgliedsstaaten ein und erinnern regelmäßig andere Länder, ihrer Pflicht LGBTI Rechte in Kandidatenstaaten der EU, aber auch in Afrika, der Karibik und dem Pazifikraum nachzukommen. Sie arbeiten daran, Reporte, Beschlüsse und Änderungen für LGBTI in EU Texte zu transformieren. Auch die Teilnahme an Pride Märschen und Konferenzen gehört zu den Werkzeugen, mit denen sich die Intergroup in Europa und weltweit für die Rechte von LGBTI Rights oft recht effektiv einsetzt.[11]  

 

Lunacek berichtete weiterhin von EU-Botschafter-Konferenzen, auf denen LGBTI Themen und Rechte vermittelt werden. Doch selbst in der Europäischen Union lassen sich die LGBTI-Rechte nicht immer erfolgreich verteidigen, wie der Fall Ungarn zeigt. Gerade Viktor Orbáns ideologischer Feldzug gegen den Masterstudiengang Gender Studies, der im Oktober seinen traurigen Höhepunkt erreichte,- Ungarn verbannt Geschlechterforschung aus den Unis (Die Zeit) –, zeigt, wie viel oder wie wenig das Europäische Parlament und die LGBTI Intergroup gegen den Autoritarismus in Europa verrichten können. Natürlich will Viktor an seiner infantilen Geschlechtsorganisation festhalten, weil sie ihm Macht verspricht. In gewisser Weise will Viktor niemals erwachsen werden.

 

Die erste Rainbow Lecture endete, wie sie in diesen Zeiten ehrlicher Weise nur enden kann, nämlich mit Ulrike Lunaceks kämpferischen Appell, sich gegen jene zu wappnen, die wie die aktuelle Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) die Ehe für alle rückgängig und die LSBTI-Rechte einschränken wollen. Da tut sich dann gerade bei der Bildungsministerin der GroKo ein riesiges Bildungsloch auf, das man nicht für möglich gehalten hatte. Lunacek hatte am 4. Dezember 2017 bei der Wahl des österreichischen Bundespräsidenten mit einem schwulen Kollegen die Auszählungen erwartet, als dieser zu ihr sagte, wenn der Hofer gewinne, werde er wohl nicht mehr händchenhaltend mit seinem Freund auf der Straße gehen könne. Daraufhin habe sie ihn heftig kritisiert, dass er so seine errungenen Rechte niemals preisgeben dürfe. Schwule haben offenbar sehr leicht Haltungsprobleme, wenn die Gefährdung der Wellnesszone droht.

 

Die Bildungsministerin Anja Karliczek aus der 52.037 Einwohner zählenden Mittelstadt Ibbenbüren im Regierungsbezirk Münster könnte man daran erinnern, dass am 29. April 1972 in Münster die allererste Gay Pride als Folge der Ausstrahlung von Rosa von Praunheims Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Gesellschaft in der er lebt am 31. Januar 1972 in den 3. Programmen der ARD in Deutschland stattgefunden hat. Das und das ganz besonders sollte zum regionalen Geschichtswissen einer Bildungsministerin aus Ibbenbüren gehören. Die deutsche Gay Pride begann in der Universitätsstadt Münster. Es gibt Geschichte, die vielleicht viele Schwule und Lesben nicht kennen wollen, die aber bei Haltungsproblemen zur Therapie beitragen kann. - Und dann hält Ulrike Lunacek eine Werbekarte für die Europawahl am 26. Mai 2019 in den Regenbogenfarben hoch, verteilt sie im Publikum und lädt zur Europride am 15. Juni 2019 nach Wien ein. 

 

Torsten Flüh 

 

Nächste Rainbow Lecture: 

Katarzyna Remin 

Zwei Schritte vor und einen zurück 

Wie die polnischen Lesben und Schwulen 

trotz religiösem Rechtsruck mit der 

konservativen Gesellschaft ins 

Gespräch kommen    

22. Januar 2019, 19:00 Uhr 

Eintritt frei 

taz Kantine 

Friedrichstr. 21 

10969 Berlin-Kreuzberg 

U-Bahnhof Kochstraße oder U-Bahnhof Hallesches Tor 

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[1] Rainbow Lectures in Berlin: Magnus Hirschfeld zum 150. Geburtstag: Internationale Vorträge zu Fragen der queeren Zeit. Berlin, Flyer, 2018.

[2] Vgl. zur Diskussion von Autoritarismus und Populismus: Torsten Flüh: Vom Wandel der Verfassung und der Schrecken des Populismus. Christoph Möllers‘ Mosse-Lecture zu Autokratien, Philip Manows Die Politische Ökonomie des Populismus und ein Wetterbericht. In: NIGHT OUT @ BERLIN 14. November 2018 17:09.

[3] Siehe: Torsten Flüh: Gefeierte Enden der Sexualwissenschaft. Zum Festakt für Magnus Hirschfelds 150. Geburtstag im Haus der Kulturen der Welt. In: NIGHT OUT @ Berlin 18. Mai 2018 16:46.  

[4] Sigmund Freud: Die Infantile Genitalorganisation (Eine Einschaltung in die Sexualtheorie). In: ders. Studien zur Psychoanalyse der Neurosen aus den Jahren 1913-1925. Leipzig – Wien – Zürich: Internationaler Psychoanalytischer Verlag, 1926, S. 140-146.

[5] Ebenda S. 144. (Digitalisat)

[6] Ebenda S. 140.

[7] Sigmund Freud: Traumdeutung. (Dritte vermehrte Auflage) Leipzig/Wien: Franz Deuticke, 1911, S. 103-104.

[8] Siehe: Wolfgang Bacher: Erich Meder Sein Leben auf www.ErichMeder.at

[9] Zu Bruno Balz siehe: Torsten Flüh: Der Wind, das Foto und Bubi. Verzaubert in Nord-Ost – Queer History Ausstellung in Berlin-Pankow. In: NIGHT OUT @ BERLIN 13. Juni 2010 23:08.

[10] Lügen haben hübsche Beine. Österreich 1956, Regie: Erik Ode, Musik: Hans Lang, Liedtexte: Erich Meder (YouTube).