Leck als Versprechen - Berlin Lounge mit Botschafter Wolfgang Ischinger und Dr. Leonhard Dobusch

Maschinen – Subjekt – Lecks

 

Vom Leck als Versprechen von Sicherheit und Transparenz

Berlin Lounge mit Botschafter Wolfgang Ischinger und Dr. Leonhard Dobusch

 

Die Berliner Freiheit gehört wahrscheinlich zu Berlins kürzesten Straßen. Sie ist auch noch ziemlich jung. Sie liegt im Beisheim Center zwischen Inge-Beisheim-Platz und Am Park, also unmittelbar am Potsdamer Platz. Unten gibt es eine Eventlocation und oben im 8. Stock mit Blick über den Tiergarten auf das Reichstagsgebäude die Lounge der stiftung neue verantwortung.

So stellt man sich vergleichbare Locations am Central Park in NY vor. Die stiftung neue verantwortung ist ein politiknaher Think Tank, weshalb es ihr möglich ist, den Spitzendiplomaten und Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Botschafter a.D.Wolfgang Ischinger, nach der Veröffentlichung der amerikanischen Botschaftsdepeschen kurzfristig zur Berlin Lounge am Montag um die Mittagszeit einzuladen. Ischinger ist nicht zuletzt Präsidiumsmitglied der Stiftung.

Dr. Leonard Novy als Fellow der Stiftung hatte weiterhin noch kurzfristiger den jungen, Kommunikationsforscher Dr. Leonhard Dobusch von der FU Berlin als Gesprächspartner zur Frage „Lässt sich die Internationale Politik überhaupt noch steuern?“ eingeladen. Die zweite Frage, die Novy gleich in den Raum stellte, lautete: „Wie werden wir in 20 Jahren auf die Veröffentlichungen durch Wikileaks zurückschauen?“

 

Sowohl Novy wie später Dobusch sprachen bemerkenswerter Weise vom „Betriebssystem Internationale Politik“ bzw. vom „Betriebssystem der Diplomatie“. „Stellt WikiLeaks eine Bedrohung für die klassische Diplomatie oder vielmehr für die Open Government Bewegung dar?“ Dobusch ist der Meinung, dass sich das "Betriebssystem Diplomatie" verändern und stärker öffnen müsse. Was heißt es, vom Betriebssystem zu sprechen?  Betriebssysteme sind heute die Metapher für Maschinen, die mit dem Individuum kontrastiert werden.

Die WikiLeaks-Veröffentlichungen wären nicht ein Zehntausendstel so interessant und wirkungsmächtig, wenn sie nicht im Kontext eines großen Mythos erzählt würden. Die Veröffentlichungen sind eine Sache, das Sprechen darüber eine andere. Das „Leak“ oder Leck erzeugt nicht zuletzt, was es vorgibt zu durchbrechen: Die Geschlossenheit des Betriebssystems. Die Text- und Datenmenge, die bisher zu den Veröffentlichungen publiziert wurden, sind wahrscheinlich bereits größer als die Datenmengen, die durch Herrn Assange an der Grenze zur Legalität ins Netz gestellt wurden.

 

Der Mythos vom Kampf eines Individuums gegen die Maschinen ist ein zutiefst moderner. Das überrascht. Glaubten wir uns doch in einer nach-modernen Zeit, die das moderne Konzept der Geschlossenheit hinter sich gelassen hat, angekommen. Betriebssysteme sind andere Maschinen als die Dampfmaschine des 19. Jahrhunderts. Dennoch wird für die Repräsentation eines Betriebssystems häufig zum Bild des Zahnrades gegriffen.

Das Zahnrad und die Verschränkung von ineinander greifenden Zahnrädern generieren das Bild der in sich geschlossenen Maschine schlechthin. Im industriellen Zeitalter wird das Zahnrad sehr groß und der Mensch klein. Ein Betriebssystem ist zwar eine andere Maschine als beispielsweise eine Lokomotive, dennoch betrifft die Frage das metaphorisch-mechanische Steuern der Internationalen Politik. „Lässt sich die Internationale Politik überhaupt noch steuern?“

Über die Veröffentlichung durch WikiLeaks zu sprechen, hat mittlerweile eine wilde Schlacht der Informationen entfesselt. Was wann wie und warum passiert ist, lässt sich kaum noch rekonstruieren. Doch in den großen Erzählungen - von der Frage „Informieren wir uns zu Tode?“ von Tissy Bruns bis zur Formulierung von Martin Klingst und Khue Pham – „Der 7. Dezember 2010 wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem der erste globale Internet-Märtyrer geschaffen wurde.“ – geht es um eine Formation von Maschinen oder Systemen gegen das Individuum. Die mytho-logische Grundformel heißt: David gegen Goliath.

Wolfgang Ischinger rückte zu Anfang des Gesprächs als langjähriger Spitzendiplomat, die vorherrschende Erzählung ein wenig zu recht. Denn die Diplomatie ist weit weniger ein „Betriebssystem“, als welches sie gemeinhin angesehen wird. Die Diplomatie und der diplomatische Dienst werden von Journalisten und dem deutschen Staatsbürger regelmäßig mytho-logisch überschätzt. Ischinger umschrieb den diplomatischen Alltag im Ausland dagegen als Dienstleistung für den deutschen Staatsbürger vom Touristen über Wirtschaftsakteure bis zur Kanzlerin. Die Realität liegt irgendwo zwischen Macht und Ohnmacht.

      

Um die mytho-logische Qualität der Berichterstattung zu entschärfen, wies Ischinger, der selbst Botschafter in London und Washington war, daraufhin, dass ihn die sprachliche Ebene der Botschaftsdepeschen leicht irritiert habe. Ansonsten hätte es sich dem Inhalt nach um Bekanntes und Selbstverständliches gehandelt. Der schwierige Punkt ist also weniger der Informationsgehalt, als vielmehr die Sprache der Information. Das Leck hat Unterschiede in der Sprache der Diplomatie aufgedeckt.

In der nachfolgenden offenen Diskussion war die Bemerkung eines Diplomaten aus der nahegelegenen US-Botschaft am Brandenburger Tor interessant. Einerseits bestätigte er entschuldigend die Verfehlung auf sprachlicher Ebene. Andererseits betonte er vor allen Dingen, dass die Obama-Administration Transparenz schaffen wollte und will. Zwischen der Formulierung und der Transparenz rückt damit ein merkwürdiges Verhältnis ins Interesse. Transparenz, könnte man denken, wird durch eine bestimmte Art und Weise der sprachlichen Formulierung hergestellt.

 

Transparenz und Ton sind zwei Ebenen, die in der Diplomatie durchaus mit einander verkoppelt sind. Der deutsche Diplomatische Dienst blickt bis heute auf eine adelige Kultur zurück. Adel war im 19. Jahrhundert vor allem eine Frage des Umgangs und des Tons. Man kann und konnte sehr viel mit wenigen Andeutungen sagen. Personen ein für alle Mal ruinieren. Dem öffentlichen Diskurs in den Medien ist diese Redeweise fremd.

Für den amerikanischen Diplomatischen Dienst gilt ein gewisser Umgangston, Colloquialism, als Errungenschaft in Transparenz. Das beginnt bereits bei der Anrede mit dem Vornamen. Zumindest intern. Durch die Anrede beim Vornamen oder gar dessen Kurzform – Bill für William, Mike für Michael etc. – wird eine Vertrautheit hergestellt. Durch eine „colloquial“ Anrede kommt man überhaupt mit einander ins Gespräch. Das schafft wenigstens mehr Transparenz, als wenn man sich anschweigt oder Förmlichkeiten austauscht.

 

Intern nahmen die Gesandten seiner Majestät des Kaisers beispielsweise beim Besuch Robert Kochs in Japan 1908 auf der Ebene des Guten Tons kein Blatt vor den Mund. Die Depeschen, die per Kabel aus Yokohama in die Wilhelmstraße in Berlin telegraphiert wurden, echauffierten sich nicht zuletzt darüber, dass Hedwig Koch die japanischen Mädchen beim Empfang am Pier geküsst habe. Hedwig als ca. 30 Jahre jüngere, zweite Frau von Robert Koch galt als Skandal. Hedwigs Überschwang und die Sitten des Gastlandes passten nach Meinung des Diplomaten nicht zusammen.

Was artikuliert sich in dem Unterschied zwischen einem opaken „Betriebssystem“ und einem transparenten „Dienstleister“? Ein Dienstleister vermittelt Sicherheit. Ein Betriebssystem funktioniert in Opposition zum Sicherheitsversprechen, könnte man formelhaft sagen. Das Versprechen von Sicherheit, Schutz, und die Angst vor einem System, das sich „meinem“ Wissen als tendenziell unzugänglich erweist, spielen eine große Rolle für die aktuelle Erzählungen um WikiLeaks und Julian Assange.

 

Es lässt sich daran nicht zuletzt eine entscheidende Verschiebung der narrativen Aufarbeitung gegenüber April dieses Jahres ausmachen. Was leistet WikiLeaks? Diese Frage ist nach wie vor völlig offen. NIOBE hat am 19. April WikiLeaks zum ersten Mal in eine Konstellation von Bildtheorie, Pornographie und Öffentlichkeit gestellt. Erstaunlicher Weise hat sich die Narration zu WikiLeaks gerade in diesem Feld deutlicher situiert.

WikiLeaks ist in Julian Assange personalisiert worden, d.h. auch "wir" haben ein Bild von WikiLeaks. Diese Verschiebung kann man gar nicht unterschätzen. Julian Assange spielte im April als Person eine derart geringe Rolle, dass er kaum vorkam. Erst die Personalisierung von WikiLeaks hat eine mythologische Erzählung angestoßen. Solange WikiLeaks als anonym galt, erfreute sich das Portal allenfalls einer Beliebtheit unter journalistischen Insidern. Das Verhältnis von Anonymität und Personalisierung ist von großem Interesse. Möglicherweise wird WikiLeaks auch ohne Assange arbeiten können. Doch im Moment dreht sich alles um ihn.

 

Die Personalisierung verlief im Fall WikiLeaks nicht zuletzt über den persönlichsten der persönlichen Bereiche: die Sexualität. Das ist erstaunlich und auch nicht. Julian Assange geriet in den Verdacht der Vergewaltigung. Sie erfüllt eine durchaus metaphorische Funktion. In der Frage um die persönliche, gewaltsame Penetration wird quasi das makrologische Eindringen in Staatsgeheimnisse verhandelt.

Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, geht es bei der Vergewaltigung vor allem um die Frage, ob Julian Assange mit zwei Frauen in Schweden ungeschützten Sexualverkehr gehabt hat. Die zweifache Anschuldigung ist wichtig. Denn es geht damit um eine Wiederholung. Assange bestreitet, dass er die Frauen vergewaltigt habe. Doch in Schweden gilt ungeschützter Geschlechtsverkehr per Gesetz als Vergewaltigung und Offizialdelikt. Ein Offizialdelikt muss staatsanwaltliche Ermittlungen zur Folge haben. Die Handlung gilt per Gesetz als strafrechtlich relevantes Delikt.

 

Die biopolitische Überschneidung von Sexualität und Staat, die im ersten NIOBE-Artikel mit dem underground-porn Otto, or Up With Dead People konstelliert worden war, hat mit der Strafverfolgung im Fall Assange geradezu eine nachträgliche Realisierung erfahren. Das wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn nicht gerade die Verschränkung von Reproduktion und Maschine kürzlich in einem Vortrag im Zentrum für Kultur- und Literaturforschung eine prominente Rolle gespielt hätte.

In seinem Vortrag „To be a machine. Philosophy and fiction“ hat der französische Wissenschaftsphilosoph Pierre Cassou-Nagouès am 8. Dezember unter anderem daraufhingewiesen, dass der Mathematiker und einer der Väter der Informatik John von Neumann (1903-1957) in der beginnenden Ära des Kalten Krieges in den 50er Jahre Konzepte von sich selbst reproduzierenden Robotern entwarf. Die anthropo-logische Reproduktion wird zu einer Frage des Geschlechts der Roboter.

Cassou-Nagouès, der Leiter des Projekts "Différenciations et mutations dans les sciences après la première modernité" (Differenzierungen und Umbrüche in den Wissenschaften nach der ersten Moderne) am CNRS in Paris ist, schlug einen größeren Bogen vom Mathematiker Norbert Wiener (1894-1964) über den Mathematiker und Logiker Kurt Gödel (1906-1978) sowie John von Neumann zu Jean Perdrizet. Frappierend war dabei die Identifikation und die Repräsentation der Mathematiker und Logiker mit Maschinen, die nicht zuletzt dazu führte, dass man sich ernsthaft Gedanken darüber machte, wie weibliche und männliche oder auch nur männliche Androiden sich reproduzieren könnten.

Cassou-Nagouès ging es weniger darum, verschiedene Maschinen herauszuarbeiten. Vielmehr deutete sein großer Bogen an, dass die Maschine und die Berechenbarkeit in der Philosophie und den Wissenschaften seit Descartes Episteme der Moderne sind. In der Spätphase schlägt dieses um in einen Anthropomorphisierung der Maschine. Die Sexualität unter Computern als Reproduktion wird zum ernsthaft diskutierten Projekt.

 

In der darauffolgenden Diskussion wurde kritisiert, dass Cassou-Nagouès die Verschiedenheit der Maschinen nicht genug berücksichtigt hätte. Konstelliert man aber nun den Vortrag mit der Rede von „Betriebssystemen“ als Maschinen und Julian Assange als Ersatz für das Subjekt, dann kann man sehr wohl eine ähnliche Anordnung vorfinden. Es ist nicht so sehr die Frage, wie sich die Maschinen unterscheiden. Stattdessen kommt man zu der Frage: Was repräsentiert sich im Betriebssystem? Und wie verhält es sich zum Subjekt? Warum wird ein Betriebssystem als bedrohlich wahrgenommen?   

Es gibt ein komisches Bild dafür, was mit dem Individuum passiert, wenn es in die Maschine gerät. Dieses Bild stammt aus dem Film Modern Times (1936) von Charles Chaplin. Charlie gerät in das Zahnräderwerk der Maschine. Es ist ein Bild für das Individuum in der Maschine schlechthin. Nur weil Modern Times eine Komödie ist, bleibt Charlie breit lächelnd am Leben, sonst müsste er in dem riesigen Räderwerk zerquetscht werden. Das Individuum überlebt in Modernen Zeiten als Komödie. In der Tragödie käme es um.

 

Das Verhältnis von Individuum und Maschine in der Fabrik, die eine große Maschine ist, kann mit der Fabrikszene von Modern Times genauer formuliert werden. Charlie wird nämlich in der großen Maschine verrückt. Der Kollege am Fließband ruft sogar „He’s crazy!!!“, was als Text eingeblendet wird. Modern Times ist einer der ersten Tonfilme. Textsequenzen - hier mit drei Ausrufezeichen – erhalten deshalb eine besondere Wichtigkeit.

 

Warum ist Charlie verrückt? Er ist in seinen Bewegungen ganz Maschine geworden, was der Komiker Charles Chaplin auf unnachahmliche Weise zu spielen vermag. In dem Moment, als er auf dem Fließband kurz vor Einfahrt in die Maschine liegt, ist nicht klar, ob er die Maschine begehrt oder fürchtet. Der Kollege hält ihn an den Beinen fest, will ihn zurückhalten. Ist es für Charlie Glück oder Unglück, in das Zahnräderwerk einzufahren? Das schwarze Quadrat, in das das Fließband verschwindet, wird zum Glücksversprechen und zur Todesdrohung zugleich.

Selbst in der Maschine, auf und zwischen den Zahnrädern ist Charlie alles andere als unglücklich. Er ruft weder um Hilfe, noch wehrt er sich gegen das Räderwerk. Sein Körper, sein Rücken passen sich vielmehr den Zwischenräumen im Räderwerk an. Erst ein anderer Kollege holt Charlie per Rückwärtsgang wieder aus der Maschine heraus. Der Rückwärtsgang der Maschine ist gleichzeitig ein medientechnologischer Effekt. Der Film wird zurückgespult und nicht etwa die Maschine, die wir sehen, zurückgefahren. Das Sichtbare wird zum Effekt einer unsichtbaren Maschine der Sichtbarkeit! 

 

Das Komische in der Fabriksequenz von Modern Times erweist sich zugleich für die Kollegen in der Fabrik als Schrecken, selbst zur Maschine zu werden. Charlie ist schließlich so sehr Teil der Maschine geworden, dass er die Kleiderknöpfe der älteren Dame, die ihm am Hydranten entgegenkommt, nur noch als Schraubenköpfe sehen kann, die mit seinen Schraubenschlüsseln festgedreht werden wollen. Die Frau erkennt dies sofort als sexuelle Attacke und kann nur durch einen Polizisten, einem anderen Mann, vor Charlie gerettet werden.

Im Bild der Kleiderknöpfe als vermeintliche Schrauben über dem deutlichen Busen der Frau treffen sexuelles Begehren und Maschine zusammen. Charlies Wahnsinn wird demnach als Verlust der Kontrolle seines sexuellen Begehrens inszeniert. Eine Maschine oder der Trieb beinhaltet immer die phantasmagorische Drohung eines Kontrollverlustes. Wo der (An-)Trieb regiert, kann sich das Subjekt nicht behaupten. Charlie hatte sich in der Zigarettenpause, einer oralen Befriedigung, quasi ein letztes Mal als Subjekt in der großen Maschine der Fabrik zu behaupten versucht, bevor der Fabrikboss auf den Bildschirm erscheint und ihn zurück an die Maschine treibt.

Maschinen – und Betriebssysteme – enthalten immer die Drohung, das Subjekt als Handelndes auszulöschen. Das Subjekt ist in diese Drohung zutiefst sexuell verstrickt. Sie erscheint ihm nämlich umgekehrt als Bestätigung. Man muss den Schluss der Fabrik-Wahnsinns-Szene im Kontext des Begehrens sehen. Charlie läuft mit einer Ölkanne durch die Fabrik und spritzt wahllos Mitarbeiter ebenso wie den Boss und schließlich den Sanitäter mit einer schwarzen Flüssigkeit voll. Charlie ejakuliert in beeindruckenden Mengen, was denn auch den Höhepunkt und Schluss der Fabriksequenz von Modern Times abgibt.


WikiLeaks wäre nur eine Maschine unter anderen gewesen. Indem WikiLeaks mit Julian Assange und der Sexualität verschränkt worden ist, bietet die mytho-logische Narration das Potential zur Identifikation. „Wir“ identifizieren "uns" auf die eine oder andere Weise mit Assange, weil es „unsere“ Geschichte ist. Die Geschichte vom Subjekt angesichts von Betriebssystemen, die „uns“ Drohung und Bestätigung zugleich versprechen.

Auf Google kann man jetzt Echtzeitergebnisse zu WikiLeaks abrufen. WikiLeaks ist (k)eine Maschine mehr. Es ist ein Mensch mit dem Namen Julian Assange geworden.

 

Torsten Flüh

 

Fotos: Torsten Flüh

Bearbeitungen und Ausschnitte aus

Gründerzeit 1848-1871. DHM 2008

Die Nationalgalerie. Staatliche Museen zu Berlin 2001

Fotos von Adolph von Menzel, Hannah Höch etc.