Verräterisches Sprechen - Cinema for Peace zeigt die zensierten Filme von Ai Weiwei

Homophone – Medien – Sprache  

 

Verräterisches Sprechen 

Cinema for Peace zeigt die zensierten Filme von Ai Weiwei im Martin-Gropius-Bau

 

Am Freitag zeigte Cinema for Peace im Filmsaal des Martin-Gropius-Baus Ai Weiweis Non-Ficition-Film The Crab House (河蟹房子) von 2012. Wenn eine Chinesin den Titel ausspricht, dann kann er oder sie leicht so etwas hören wie: das Haus der Harmonie. Krabbenfeste, Krabbenessen, Krabbenhäuser, Krabbenbilder vor allem von der Chinesischen Wollhandkrabbe, deren Rückenpanzer sich von Graubraun in Rot verfärbt, wenn sie im heißen Wasser gekocht wird, erinnern im gesprochenen Chinesisch immer auch an die Harmonie-Kampagne der KPCH. Gleichzeitig lassen sich die Sprecherinnen nie genau darauf festlegen, dass sie über Harmonie und Harmonisierung mit dem Beiklang von Zensur und nicht über Krabben (He Xie) gesprochen hätten, was sich beim allgegenwärtigen Mithören und Mitlesen der Zensur in der Volksrepublik China als überlebensnotwendig herausstellt. 

Christoph Strässer (Menschenrechtssprecher der Bundesregierung), Grit Lederer (Regisseurin „Evidence“), Gereon Sievernich (Direktor Martin-Gropius-Bau) und Jaka Bizilj (Gründer Cinema for Peace) erinnerten in dem anschließenden Podiumsgespräch an die Vielschichtigkeit der Kunst und der Medienpraktiken von Ai Weiwei, der vor ziemlich genau einem Jahr im Martin-Gropius-Bau mit der Ausstellung EVIDENCE geehrt wurde. Auch die Krabben und das Krabbenhaus spielten in der Ausstellung in 2 Installationen eine wichtige Rolle. Die Ausstellung zog weit über 150.000 Besucherinnen an und wurde verlängert. Am Pfingstsonntag lud Cinema for Peace mit 4 weiteren Filmen von Ai Weiwei 11:00 Uhr, SO SORRY, 14:00 Uhr, ONE RECLUSE, 16:00 Uhr, DISTURBING THE PEACE, 18:00 Uhr BOX YOUR EARS zu einer ebenso politischen wie künstlerischen Retrospektive ein.  


Foto: Screenshot vom YouTube-Video The Crab House (Torsten Flüh)

Die Cinema for Peace Foundation veranstaltet im Martin-Gropius-Bau monatlich, kostenlose Filmvorführungen von verfolgten bzw. zensierten Filmemachern. Auf der glamourösen Cinema for Peace Gala im Konzerthaus war Ai Weiwei während der Berlinale 2015 für sein Filmschaffen in Abwesenheit ausgezeichnet worden. Denn wiederum hatte er keine Ausreisegenehmigung in Peking erhalten. Der Medienkünstler Ai hatte zunächst in Peking Film studiert, bevor er als einer der ersten Prinzlinge in den 1980ern nach New York zum Studieren ging, sich stärker auf Readymades als Medium einließ und die medienkritischen Arbeiten von Andy Warhol kennenlernte.[1] Bei der Gala erschienen immerhin Bianca Jagger, Christopher Lee, Natalie Portman und Katja Riemann etc. Am frühen Freitagabend war Katja Riemann denn auch im Publikum zum Podiumsgespräch und stellte sich mit auf zum Gruppenfoto für den Kopf der Beijing-Factory.  


Foto: Screenshot vom YouTube-Video The Crab House (Torsten Flüh)

Die berühmte Beijing-Factory sollte einen Ableger in der Kleinstadt Jiading als Teil der regierungsunmittelbaren Metropole Shanghai bekommen. Und damit beginnt die Geschichte vom Flusskrabbenhaus in dem eher ländlichen Jiading. Der Bürgermeister von Jiading, das mit einem der ersten Volkswagenwerke in China zur Autoindustriestadt aufstieg und heute bestimmt um die eine Million legale und illegale Einwohner zählt, stellte Ai Weiwei 2008 ein Grundstück zum Bau eines fabrikartigen Ateliers und Kulturzentrums zur Verfügung. Sozusagen eine Infrastrukturmaßnahme, um vom Ruf und Erfolg des internationalen Künstlers zu profitieren.

Im Kunstschaffen Ai Weiweis ist alles mit allem, was er tut verknüpft. Wenn er einen Blog schreibt, der zensiert und abgeschaltet wird, hat er bereits so viel Text produziert, dass andere daraus ein Buch machen können. Wenn er twittert, dann organisiert er Kunst und Leben oder auch Leben als Kunst und lädt zum Krabbenfest ein. Das Krabbenfest, weil es ohnehin von der Staatspolizei gefilmt wird, während Ai in Peking von Sicherheitsbeamten daran gehindert wird, nach Shanghai zu fliegen, wird zum Filmsetting. Das Filmen an der Grenze des Öffentlichen und des Privaten gehört zu den Factory-Praktiken, wie sie letztlich Andy Warhol vorgemacht hat.  

Twitter, Blog,[2] Skype und Instagram, Ai Weiwei ist in allen Online-Medien dabei. Über Skype hielt er im Februar seine Dankesrede oder Onlinevideobotschaft für die Ehrung von Cinema for Peace. Online-Medien sind immer ambivalent. Überwachungsinstrumente und Versicherungspolicen vor dem Verstummen. Gereon Sievernich spricht auf der Podiumsgespräch von 20.000 Mitarbeiterinnen der Internetzensurbehörde in China, die ständig die Algorithmen manipulieren, Einträge und Seiten löschen, um allenthalben Parolen einzuweben. Die Staatsmacht hört nicht nur mit. Sie liest auch ständig im Internet und betreibt ein sich expandierendes Geoblocking.  

Allein im Kontext der Online-Medien, die zwar populär sind, doch noch lange nicht als Popart anerkannt werden, muss für Ai Weiwei und seine Mitarbeiterinnen das Internet an der Schnittstelle von Politik und Kunst genutzt und bearbeitet werden. Ai produziert immer auch Popart, weil das Trashige der kaum wertgeschätzten Massen-Medien - Muss er jetzt auch noch bloggen? - Muss er jetzt auch noch skypen? ... -, spätestens seit Andy Warhol, aber natürlich auch schon im russischen Konstruktivismus eines Alexander Rodtchenko viel mächtiger und politischer waren, als der Literatur- oder Kunstmarkt. So gibt es denn auch den YouTube-Channel Ai Weiwei, der mit dem Twitter-Account @aiww verlinkt ist. Gelegentlich retweetet Ai Weiwei, ansonsten werden vor allem Blumenfotos getweetet.  

Weil Ai Social Media ebenso virtuos wie subversiv nutzt, lässt sich von ihm als Sozialkunstwerker sprechen. Hans Ulrich Obrist nennt Ai Weiweis Blog „eine der größten gesellschaftlichen Skulpturen unserer Zeit“.[3] In der Flüchtigkeit der digitalen Medien erinnert dann die Skulptur an eine Materialität, die dem Medium Blog abgeht und vom Kurator beschworen wird. Jederzeit können ganze Blogs durch Wartungsarbeiten des Providers für Stunden verschwinden oder ganz gelöscht werden. Nicht nur Ais Kunstwerke sind von der Flüchtigkeit des Sozialen mit seinem Schwarmverhalten oder der puren Ignoranz gefährdet. Vielfältig eingesetzte Sicherungskopien sorgen dann ebenso dafür, dass die Flüchtigkeit zu einer anderen Art der Vervielfältigung führt. Ai hat es mit seinem Blog vorgemacht und nutzt die Mikro-Blogs von Twitter und Instagram für seine Sozialkunstwerke. 

Als handele es sich um eine Skulptur aus Marmor oder Bauschutt wie der skulpturale Block in der Installation The Crab House während der Ausstellung EVIDENCE, spricht Obrist von einer „gesellschaftlichen Skulptur“. Zur Installation gehört denn auch ein kleiner Bildschirm mit einer Text-Tafel, die verrät, dass das Video Das Flusskrabbenhaus auf dem Gerät laufe. Es geht Ai Weiwei weniger um die Frage der Repräsentation des Videos in der Schuttskulptur als vielmehr um Prozesse der Transformation. Jede Kunstaktion wird immer schon in eine nächste transformiert. Dadurch gibt es nie das Kunstwerk in seiner Einzelheit oder Einzelansicht, die sich genießen ließe. Vielmehr sind die Krabben aus Porzellan nicht nur grau und rot, wenn sie einen großen Haufen drunter und drüber bilden. Sie sind gleichfalls eine soziale Skulptur des Nicht-Harmonischen und der Vielheit, obwohl diese in der großen Anzahl der Porzellan-Krabben zu verschwinden scheinen.

Grit Lederer, die 2014 für ARTE den Film EVIDENCE in Peking gedreht hat, sprach im Podiumsgespräch von der doppeldeutigen Mauer und dem berühmten grünen Tor von Ai Weiweis Factory-Anwesen in Peking. Im Unterschied zum Film Ai Weiwei: Never Sorry (2012) von Alison Klayman wäre er nicht dazu bereit gewesen, sich beispielsweise in den Ruinen des Sommerpalastes oder auch nur außerhalb seines Anwesens filmen zu lassen. In Klaymans Film war er in Sichuan geradezu von Passanten bestürmt worden. Einerseits hat seine Weigerung sicher etwas damit zu tun, dass er den Film über sich selbst mitgestalten möchte, wie Lederer vermutet. Andererseits kann die Weigerung sich durchaus auf die permanente Überwachung des Staates, insbesondere der Führungselite der Kommunistischen Partei Chinas in Zhongnanhai hindeuten. Auf seinem Anwesen ist er wenigstens relativ sicher.  

Ai Weiweis Filme sind ─ Fiction oder Non-Fiction ─ durchkomponiert. In dem Maße wie der Schnitt beispielsweise den Rhythmus und die Härte des Filmes generieren, ist die Dokumentation immer auch fiktional oder künstlich. Er ist in seinen Filmen der Protagonist vor der Kamera und dahinter. In Ai Weiwei: Never Sorry gibt es Sequenzen, die sich mit solchen in The Crab House überschneiden. Hinter der Kamera im Sinne eines Filmregisseurs steht er nicht. Er gibt nicht die Einstellungen vor. Doch er macht die Filme, in denen unterschiedliche Kameras eingesetzt werden. Ai Weiwei oder Ai Weiwei Studios sind nicht nur eine Künstlerpersönlichkeit, mehr schon ein Kollektiv. Filmsequenzen können und sollen in unterschiedlichen Filmen wiederkehren, weil sie im anderen Kontext wieder anders erscheinen. Insofern denkt und arbeitet Ai Weiwei filmisch.

Eine filmische Schlüsselsequenz in The Crab House findet statt, als der Bürgermeister Sun von Jiading Ai zu einem Gespräch im Atelier in Caochangdi, Peking am 28. Oktober 2010 mit zwei Mitarbeitern aufsucht. Der Bürgermeister möchte nicht gefilmt werden, weil er meint, dass er und seine Mitarbeiter keine Schauspieler seien. Daraufhin entgegnet Ai, dass es ganz üblich sei, dass in seinem Atelier gefilmt werde. Das Filmen mit dem Smartphone und der Digi-Cam gehören zu den Kunstpraktiken der Factory. Er hatte allerdings auch bereits die Nachricht erhalten, dass die Baugenehmigung für die fast fertige Atelierfactory in Jiading nicht erteilt werden könne. Ai lässt das Gespräch aufzeichnen und von draußen filmen, so dass der Bürgermeister und seine Mitarbeiter nicht erkannt werden können. Im Film werden dann Ton- und Bildebene auf andere Weise montiert. 

Das Gespräch wird mit einigen weiteren Filmsequenzen „unterlegt“ und gegengeschnitten. Entscheidend wird bei dieser Filmpraxis nicht so sehr, was zu sehen ist, sondern was gesprochen wird. Einerseits wird auf diese Weise die gesprochene Sprache mit ihren Mehrdeutigkeiten betont, andererseits kehrt Ai die Abhörpraktiken der Staatsmacht um. Und mit der Verneinung, dass der Bürgermeister und seine Mitarbeiter keine Schauspieler sind, wird aufgedeckt, dass sie sehr wohl Rollen spielen. Sie bemühen sich um höfliche Formulierungen und lassen doch deutlich werden, dass sie nicht nach Gesetzen und Bestimmungen, sondern auf höchste Weisungen des Politbüros aus Peking reagieren. Während des Gesprächs fällt mehrfach, wohl durchaus kalkuliert die Formulierung vom Flusskrabbenhaus. Einem Haus, in dem alles harmonisiert oder zensiert wird, um eine Einheit herzustellen. 

Das Gespräch könnte entlarvender kaum sein. Denn Ai Weiwei führt auf diese Weise vor, dass das Argument der Illegalität als Begründung für einen Abriss haltlos ist, wenn er einwirft, dass ganz Shanghai illegal erbaut und es Wert sei, abgerissen zu werden. Eine besondere Pointe liegt natürlich darin, dass er sich nach dem katastrophalen Erdbeben in Sichuan 2009 nicht nur um die Veröffentlichung der Namen der über 5.000 Schulkinder gegen die Regierungsstrategie gekümmert, sondern auch sehr bald erfahren hatte, dass die Schulgebäude gegen gesetzliche Vorschriften wohlwissend nicht erdbebensicher gebaut worden waren. Das Argument der Illegalität lässt das Gespräch geradezu Züge eines absurden Theaters annehmen. Hat der Staat in Sichuan doch ein Exempel dafür geliefert, dass seine Beamten im höchsten Maße illegales Bauen förderten und davon profitieren. Insofern ist das Sprechen über die Illegalität des Bauens fast schon ein Eingeständnis des Versagens in Sichuan.

Natürlich ist The Crab House nicht nur ein Dokumentarfilm, sondern ein Kunstwerk gegen die Harmonie mit einer eigenen Dramaturgie. Wann das Flusskrabbenhaus so benannt wurde, lässt sich nicht einfach feststellen. Möglicher- und sehr wahrscheinlicher Weise wird die Factory in Jiading erst mit im Zuge der staatlichen Harmonisierungskampagne zum Crab House, das von der staatlichen Macht zerstört wird. Um Harmonie als Doktrin herzustellen, wird zerstört, was sich nicht in die Harmonie einpassen will. Damit entlarvt sich die Harmonisierung indessen auch als gewaltsame und willkürliche Strategie. Mit Protestsongs und Feuerspringern wird ein effektvolles Künstlerfest vor dem Abriss gefeiert. Wieder wird das soziale Geschehen in Kunst verwandelt, um es so gefährlich zu machen, dass der Film in der Volksrepublik China zensiert werden muss.

Ai Weiwei nutzt alle und vor allem sprachliche Strategien, um das Kunstwerk Crab House zu inszenieren. Dazu gehört, dass die Krabben erst rot werden, wenn sie in heißem Wasser gekocht, also auch getötet werden. In der Ausstellung EVIDENCE ließ sich  ein Wandern der Farbe Rot beobachten. Die Ziegel des Atelierhauses sind ebenfalls rot. Doch rot sind vor allem die Stempel der chinesischen Nomenklatura und natürlich die Fahnen und Abzeichen der Kommunistischen Partei Chinas. Im Rot der Partei treffen sich die alte chinesische Herrschafts- und Hochzeitsfarbe und das moderne, westliche Herrschaftsversprechen der Massen.  東方紅 / 东方红/dōngfāng hóng, der Osten ist rot. So lauten die maoistische Propaganda-Parole und der Name der ersten chinesischen Satelliten.

In einer Sequenz spielt Ai Weiwei mit seinem kleinen Sohn. Die Sequenz scheint nicht in unmittelbarem Kontext zur Auseinandersetzung um das Atelierhaus in Jiading zu stehen. In Alison Klaymans Film bemerkt Ai, dass es gar nicht wichtig sei, ob das sein leiblicher Sohn sei. Der Sohn trägt einen leuchtend gelben Adidas-Anorak. Zufall oder nicht, der kindlich spielende Sohn trägt die Farbe, die allein dem Kaiser in der letzten Dynastie vorbehalten war.[4] Der Kaiser spielt. Und Ai Weiwei spielt mit ihm für nichts oder aus Liebe zum Kind. Schließlich hebt der Künstler das Kleinkind auf einen überdimensionalen Wurzeltisch. Der Wurzeltisch muss von einem sehr alten sehr großen Baum abstammen. Doch er dient für ein Spiel ohne Sinn und ohne Ziel. Man könnte in dieser leicht zu übersehenden Sequenz auch eine Parabel auf Ais künstlerisches Schaffen sehen. 

Doch das Spiel, das Ai Weiwei mit seiner Kunst zwischen Dokumentation und künstlerischer Produktion, zwischen Factory und Politik, zwischen Namensveröffentlichung und Skulptur aus Bauschutt treibt, ist keinesfalls unpolitisch oder beliebig, sondern gefährdet das Herrschaftssystem der Symbole und der permanenten Überwachung zutiefst. Denn die Überwachung braucht eindeutige Zeichen, die durch die Häufigkeit der Homophone im Chinesischen unablässig unterlaufen wird. Ständig entstehen im Gebrauch neuartige Verkettungen, die die Eindeutigkeit insbesondere der Schriftzeichen unterlaufen oder auch verdrehen. Es gibt Chinesen, die nach geraumer Zeit im Ausland kaum noch eine Zeitung lesen können, weil es viele neue Zeichen in neuartigen Kombinationen gibt, wie sich der Berichterstatter hat sagen lassen.  

Das Video The Crab House gibt es mittlerweile auch auf dem YouTube-Channel Ai Weiwei. Doch ohne das Screening von Cinema for Peace, kommt selbst der Berichterstatter nicht darauf, nach dem Video im Netz zu suchen. Überhaupt gibt es bei YouTube so ziemlich alle Filme von Ai Weiwei und sogar das Musikvideo Dumbass (Explicit) zu sehen, das am 21. Mai 2013 veröffentlicht wurde. YouTube hat es mit einer Alterssperre belegt. Natürlich kommen die Krabben in einer winzigen Sequenz vor. Den Text hat Ai Weiwei geschrieben, die rockige Musik ist von Zuoxiao Zuzhou. Die filmische Umsetzung stammt von Christopher Doyle. Auch hier ist „Ai Weiwei Studio“ oder Factory wieder der Protagonist.

Grandios die Sequenz in Dumbass, was so viel wie Trottel oder Idiot heißt, in der Ai rasiert wird und schließlich geschminkt in Frauenkleidern in der nachgebauten Zelle auf und ab geführt wird, die auch in der Installation von EVIDENCE zu sehen war. Das ist dann schon ziemlich queer. Die traumatische Inhaftierung wird zum satirischen Musikvideoclip transformiert, das eine deftige Satire auf die chinesische Staatsmacht inszeniert. In der VRChina wird allerdings sicher Geoblocking für diese Seite eingesetzt.

 

Torsten Flüh

 

PS: Der Post sollte eigentlich am 23. Mai hochgeladen werden. Doch der Server führte von ca. 18:00 Uhr am Samstag bis ca. 16:00 Uhr am Sonntag Wartungsarbeiten durch, so dass erstens der Blog verschwunden war und zweitens die Besprechung nicht hochgeladen werden konnte.    

 

Cinema for Peace 

im Martin-Gropius-Bau 

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[1] Vgl. auch: Andy Warhol – Gepostet am 3. Oktober 2007. In: Ai Weiwei: Macht euch keine Illusionen über mich. Der verbotene Blog. Berlin 2011. S. 256

[3] Zitiert nach: Ai Weiwei: Macht euch keine Illusionen über mich. Der verbotene Blog. Berlin 2011. (Umschlag)

[4] Anm.: Zur Gala der Metropolitan Museum of Art mit dem Thema China trug der Popstar Rihana im Mai 2015 eine gelbe Robe des Modeschöpfers Guo Pei, wie ausführlich auf VF Style berichtet wurde. Dass Gelb bzw. Gold allein dem Kaiser bzw. der Kaiserin vorbehalten war, wird nicht erwähnt. Vgl. ebenso Yellow huang In Eberhard, Wolfram: A Dictionary of Chinese Symbols. Taipei 1994