"Atlantik-Bläser" und "Schneewirbel" - Marianne Schuller und Michael Gamper in der Ringvorlesung Source Code der Technischen Universität

Wetter – Weihnachten – Subjekt 

 

„Atlantik-Bläser“ und „Schneewirbel“
Marianne Schuller und Michael Gamper in der Ringvorlesung Source Code der Technischen Universität Berlin
 

 

Turmbläser gibt es in vielen deutschen Städten zu Weihnachten. Sie lassen oft am Nachmittag oder Abend des 24. Dezember Weihnachtslieder und Choräle vom Kirch- oder Rathausturm erklingen. Ein Weihnachtsbrauch. In diesem Jahr sagt allerdings Dipl.-Met. Simon Trippler aus der Vorhersage- und Beratungszentrale des Deutschen Wetterdiensts in Offenbach „Atlantik-Bläser zum Weihnachtsfest“ voraus. — Müssen sich die Turmbläser um ihren alljährlichen Auftritt sorgen?

Stürmisches Wetter um den Jahreswechsel ist nicht ungewöhnlich. Das kann der Berichterstatter als Erfahrungswissen mitteilen. In der Technischen Universität nun hörte er – nein, nicht die Bläser – zwei Vorträge zum Feld von Literatur und Wetter bzw. Meteorologie, die hier einmal als Weihnachtsgabe mitgeteilt werden sollen. Marianne Schuller sprach über Wolken und Michael Gamper über Hagel, Unwetter und vor allem Schnee.

Beide Vorlesungen zur Meteorologie fanden innerhalb der Ringvorlesung Source Code - Kulturen des Wissens zwischen Sprachlichkeit und Technizität statt, die von Prof. Hans-Christian von Herrmann und Dr. Jeannie Moser vom Institut für Philosophie, Literatur, Wissenschafts- und Technikgeschichte im Wintersemester 2012/2013 durchgeführt wird. Was zeichnet die Meteorologie als Wissenskultur aus, dass sie Gegenstand eines literaturwissenschaftlichen Vortrags werden kann? Was verrät vielleicht schon die Vorhersage von Simon Trippler?

Zunächst einmal lässt sich sagen, dass Prof. Marianne Schuller und Prof. Michael Gamper insbesondere Texte des 19. Jahrhunderts zum Wetter berücksichtigten. Das Wetter und Anspielungen auf dieses nehmen in der Literatur oft wichtige Funktionen ein. „Das Wetter ist immer da“, sagte Michael Gamper am Donnerstagabend nach seiner Vorlesung Literarische Meteorologie. Es berührt oft das Verhältnis eines Subjekts, von dem erzählt wird, zum Wetter oder auch die Trübung der Wahrnehmung durch extreme Wetter wie Schneewirbel. Wetter ist Gesprächsstoff.

Umso bemerkenswerter ist es daher, dass Marianne Schuller insbesondere auf Goethes spätes wissenschaftliches Interesse für die Meteorologie einging. Nachdem sich Goethe mit einer ganzen Reihe von Wissenschaften befasst hatte, wurde er damit beauftragt, auf dem Ettersberg bei Weimar eine Wetterstation einzurichten. Goethes Meteorologie hat selbst vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam Berücksichtigung erfahren. Doch es war nicht so sehr ein Interesse an der Wetterbeobachtung zum Zwecke der Vorhersage, das Goethe nach Schuller bewegte, sondern eines der Erfassung der Wolken. Denn die Meteorologie zeichnet sich dadurch aus, dass ihr Gegenstand, das Wetter, insbesondere als Wolken flüchtig ist. Goethe hatte zuvor bereits mehrere Versuche unternommen, Wolken zu beschreiben.

Die Beschreibung von Wolken als Wissensobjekte gestaltete sich äußerst schwierig. Sie entzogen sich anders als Pflanzen-, Steine- oder archäologische Objekte, selbst der Farbenlehre als Ereignis der sprachlichen Erfassung. Das änderte sich erst 1802 mit einem Vortrag, den der englische Apotheker und Pharmakologe Luke Howard (1772-1864) in einer philosophischen Gesellschaft in der Nähe von London hielt und der 1803 als The Modification of Clouds in Druck ging. Howards Schrift verbreitete sich rasch europaweit. 1815 erschien sie auf Deutsch und Johann Wolfgang Goethe dichtete Howards Ehrengedächtnis. (siehe Textlog) Das seinerseits so prominent wurde, dass es 1865 in der dritten, nun illustrierten Auflage des Essay of the Modification of Clouds in London als „The Poem of Clouds by Goethe“ auf Deutsch diesem vorangestellt wurde.[1] 

 

Marianne Schuller erwähnte nicht zuletzt, dass Howard als Dilettant und Apotheker sozusagen aus seinen Beobachtungen gleichsam zwecklos die erste und heute noch gültige „Klassifikation der Wolken“ geschrieben habe. Allerdings wäre auch zu bedenken, dass es um 1800 insbesondere Apotheker wie Martin Heinrich Klaproth (1743-1817) in Berlin waren, die durch Beobachtung und systematischer Beschreibung von chemischen Vorgängen, neue Elemente „finden“ bzw. als Elemente klassifizieren – Uran (1789), Zirconium, Cer, Titan, Tellur, Strontium bei Klaproth. Diese Praxis der Beschreibung dürfte Howard nicht unbekannt gewesen sein. 

 

Während die Wolke nicht gemalt werden kann, weil sie sich als „Übergangsobjekt auf der Schwelle“ (Schuller) zur Sichtbarkeit hält, was Goethe durchaus eröffnend in seinem Gedicht auf Howard anspricht, wird sie durch das Verfahren der „Klassifikation qua Namengebung“ allererst zum Objekt des Wissens. Im „Preface to the third Edition“ werden die in mehrfacher Hinsicht nachträglichen Illustrationen und ihre Herkunft explizit bedacht und auf folgende Weise eingeführt:

The illustrations which appear with this edition are the result of an endeavour to reproduce a series of water-colour sketches from nature, made (with one exception) by the Author,* and annotated with the remarks which accompany them with the view of exemplifying some of the most usual form of the Modifications.

_______________________
*The landscapes were by Mr. Kenyon. No. 2 is not by the same hand, having been purchased as a good example of a Stratus cloud, to complete the set.[2]  

 

Mr. Kenyon hat den genauen Angaben zufolge die Landschaftengemalt, während Luke Howard die von ihm klassifizierten Wolken sozusagen in die Illustration eingetragen hat. Die Landschaften lassen sich wohl mit „water-colour“ malen, doch Howard bleibt es überlassen, die von ihm klassifizierten Wolken in die Sketches einzutragen. Das Bild-Wissen von der Wolke, das durch die „Modifications“ klassifiziert wird, bleibt der Hand des Autors überlassen. Dass überhaupt erwähnt wird, dass „No. 2 … not from the same hand“ ist, gibt zumindest einen Wink auf die Schwierigkeit der Illustration.

 

Howard schreibt nachträglich in seinem Essay relativ ausführlich und genau über die Methode seiner Klassifikation. Sie wird von ihm als ein Wechsel von einem an Aphorismen gebundenes Wissen individueller Erinnerung zu einer „Methodical nomenclature“ oder Klassifikation formuliert. Anders gesagt: die Klassifikation als sprachliche Operation vereinfacht qua Namengebung das meteorologische Wissen aus einer „confused mass of simple aphorisms“. Die „Wolke“ wird in „Modifizierungen“ zerschnitten, um es einmal so zu sagen.   

But as this experience is usually consigned only to the memory of the possessor, in a confused mass of simple aphorisms, the skill resulting from it is in a manner incommunicable; for, however valuable these links when in connexion with the rest of the Chain, they often serve, when taken singly, only to mislead;  and the power of connecting them, and of forming a judgement upon occasion from them, resides only in the mind before which their relations have passed, though perhaps imperceptibly, in review. In order to enable the Meteorologist to apply the key of Analysis to the experience of others, as well as to record his own with brevity and precision, it may perhaps allowable to introduce a Methodical nomenclature, applicable to the various forms of suspended water, or, in other words, to the Modifications of Cloud.[3]

Der zukünftigen Veröffentlichung der Vorlesung von Marianne Schuller soll nicht vorgegriffen werden. Sie arbeitete unter Verweis auf Michel Foucaults Ordnung der Dinge und Jacques Lacans Unterscheidung von Realem, Imaginärem und Symbolischen noch genauer Goethes Meteorologie und das Problem der Wolke aus. Wie in Howards Eröffnungssequenz indessen deutlich wird, ist die Wolke und das Wissen vom Wetter vor allem auch ein Problem unterschiedlicher Sprachmodi, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einem Wechsel von unhintergehbaren, massenhaften Aphorismen zur namentlichen Klassifikation verrückt wird.   

Während die massenhaften Aphorismen sich, laut Howard, nicht als Wissen kommunizieren lassen, weil ihnen eine syntagmatische Verkettung fehlt, geht es mit der Klassifizierung um die Herstellung einer Syntax. Die Einordnung der Namen in die Abfolge einer gerasterten Liste generiert allererst die Möglichkeit der Zuordnung einzelner Modifications als „key of analysis“ oder Schlüssel der Analyse. Mit anderen Worten: Verschlüsselung qua Namensgebung und Syntagmatisierung generieren den Schlüssel.  

Was lässt sich an der weihnachtlichen Vorhersage von Simon Trippler beobachten? Zunächst einmal lässt sich sagen, dass sich der Modus der Vorhersage von dem der „aktuelle(n) Wetter- und Warnlage“ vom 21.12. um 10:03 Uhr unterscheidet. Dort heißt es beispielsweise:

Die Ausläufer eines Tiefdruckgebiets mit Zentrum über den Britischen Inseln liegen quer über Deutschland. Sie trennen kalte Luft im Nordosten von milder Luft südwestlich davon. SCHNEEFALL/GLÄTTE: In der Mitte und nach Südosten hin gibt es in einem Streifen gebietsweise Schneefall mit Glätte. Es sind 1 bis 5 cm, in den Hochlagen der Gebirge auch um 10 cm Neuschnee zu erwarten. Gebietsweise tritt auch Glätte beim Übergang zum Regen auf, da der Regen dann am Erdboden gefrieren kann. WIND: An der See und im Bergland kommt es gebietsweise zu Windböen, in exponierten Küstenlagen und in einigen Hochlagen der Mittelgebirge vereinzelt auch zu Sturmböen. NEBEL: Im Westen tritt gebietsweise dichter Nebel mit Sichtweiten unter 150 m auf.

Hatte im letzten vorweihnachtlichen ARD-Morgenmagazin, kurz moma der Wetterreporter noch von einem „Weltuntergangswetter“ mit Nieselregen von der Zeche Zollverein live gesprochen und den Fernsehzuschauern „Frohe Weihnachten“ gewünscht, so fallen die „Wetter- und Warnmeldungen“ des Deutschen Wetterdienstes wenig später doch entschieden milder aus. Die Trennung des Landes in unterschiedliche Wetterfronten durch „Ausläufer eines Tiefdruckgebiets … quer über Deutschland“ hatten im Morgenmagazin immerhin für eine gute und eine schlechte – „Weltuntergangswetter“ und Nieselregen – Seite gesorgt. Mit anderen Worten: beobachten lässt sich in der Mitteilung von Wetter eine Kontextualisierung, die live den Nieselregen journalistisch zum „Weltuntergangswetter“ macht, der in den vom Maja-Kalender prognostizierten Weltuntergang am Morgen des 21.12.2012 in die Wetterwahrnehmung übergleiten lässt.

 

„SCHNEEFALL/GLÄTTE … WIND“ und „NEBEL“ als Kriterien für eine Wetterlage, vor der gewarnt werden muss, lassen das Wetter wiederum meteorologisch in einem anderen Modus und Kontext sprachlich erfassen. Wenigstens mit diesen zwei aktuellen Bespielen lässt sich formulieren, dass es nicht ein Wetter oder das Wetter gibt. Vielmehr zerfällt es in unterschiedliche Modi der bildlichen Darstellung, der - ästhetischen - Wahrnehmung und Einordnung sowie sprachlichen Erfassung bzw. Vermittlung. Um es überleitend einmal zugespitzt zu formulieren: Wetter ist dem Meteorologen als Wetterreporter oder Wetterprognostiker selbst ein Rätsel.

Diplom-Meteorologe Simon Trippler formuliert das Rätselraten um das Weihnachtswetter 2012 am 21.12. auf folgende Weise:

Nachdem in den letzten Tagen das Rätselraten über das Wetter zum bevorstehenden Weihnachtsfest selbst unter Meteorologen ziemlich stark war, scheinen die Fronten jetzt weitgehend geklärt. Aller Voraussicht - und den meisten Modellergebnissen - nach setzt sich mildes Wetter in ganz Deutschland durch. Milde Luft, die vom Atlantik zu uns geblasen wird, macht es möglich.

Die Wetterfronten über Deutschland haben beim „Rätselraten“ nach Tripplers Formulierung offenbar auch zu Wissens- oder Methodenfronten geführt, wenn er schreibt, dass „die Fronten jetzt weitgehend geklärt (scheinen)“.

Das Wetter zu Heiligabend am Montag wird von Trippler in einem kriegerischen Szenarium der Gebiete, Fronten, Bastionen und eines Angriffs der „Atlantik-Bläser“ dramatisch formuliert. Die Einteilung des Wetters in Luftdruckgebiete als Verortung des Flüchtigen und Wechselhaften lässt allererst Gebiete, Fronten und Bastionen entstehen, die Deutschland zum Schlachtfeld widerstreitender Luftmassen machen.

… Am Sonntag und insbesondere am Montag erfolgt von Westen her aber der nächste Angriff der milden Luft durch die Atlantik-Bläser in Form von Tiefdruckgebieten in der Nähe der Britischen Inseln (siehe dazu die Grafik des Bodendrucks am Montag, zu finden rechts in der Rubrik "Thema des Tages" unter [mehr]). Und diese Tiefs haben das Potenzial, ganz Deutschland mit kräftigem Wind mit milder Luft einzudecken. Das russische Hoch muss seine letzte Bastion im Nordosten Deutschlands wohl aufgeben.

Während insbesondere die kriegerischen „Atlantik-Bläser“ mit milder Luft ein weißes Weihnachtsfest vereiteln und so auf eine auch unbestimmte Art das falsche oder schlechte Wetter bescheren, sei mit dem Vortrag von Michael Gamper daran erinnert, welche ebenso faszinierenden wie verstörenden Folgen der Schnee und insbesondere „Schneewirbel“ haben können. Gamper eröffnete seinen Vortrag mit der Anfangssequenz aus Else von der Tanne von Wilhelm Rabe aus dem Jahr 1865. Denn der heftige Schneefall hat nach Gamper die „Tilgung der landschaftlichen Merkmale“ zur Folge. Durch den Verlust der Merkmale verliert das Subjekt der Erzählung seine Orientierung.


Die „Staubförmigkeit des Schnees“ macht es schwierig, den Schnee sprachlich zu erfassen. Das Faszinosum Schnee wird zu einer Herausforderung der Sprache und Wahrnehmung. Erinnern lässt sich an die Schwierigkeit der sprachlichen Erfassung von Schnee nicht zuletzt mit Ulrike Ottingers Film Unter Schnee (2011) und den 22 Wörtern für Schnee im Schneeland. Das Faszinosum generiert bei Ottinger mittels einer Poetologie des Schnees eine andere als subjektlogische Erzählung. In den Erzählungen von Wilhelm Raabe und Adalbert Stifter wird der Schnee, insbesondere als Schneewirbel, der das „Modell der Turbulenzfigur“ nach Gamper zu einer „Grenzfigur des Wissens“ macht, zur Prüfung der Subjektlogik.

 

Michael Gamper stellte ausführlich das Lehrbuch der Meteorologie von Ludwig Wilhelm Kämtz und die Vorrede zu diesem vor. Es erschien in drei Bänden 1831, 1832 und 1836 in Leipzig. Gamper verwies darauf, dass sich mit Kämtz eine „epistemologische Revolution“ in der Meteorologie anbahne. Das Unsichere und Unzuverlässige des Wetters werde von ihm vor allem in einer „eifrigen Schreibtischarbeit“ durchgearbeitet. Kämtz stehe vor der Aufgabe, „den Massen von Daten Herr zu werden“.

Das Wetter wird von Kämtz anders als bei Howard verdatet und vor allem als „Geschichtsschreib(ung) der Witterung“ aufgefasst. Datensammlung und Entschlüsselung von Gesetzmäßigkeiten bringen das Wetter nun in eine andere Ordnung. Die Wettervorhersage als Ziel der Meteorologie lehnt er 1840 in seinen Vorlesungen über Meteorologie ab.[4] Die wiederkehrenden Gesetze der Astronomie als Wissen werden gegen den Modus des Wissens in der Meteorologie von einem Kritiker ausgespielt.

… Der Meteorologe ist durchaus nichts als Geschichtsschreiber der Witterung, er hat es nur damit zu thun, die Gesetze der vergangenen Ereignisse aufzusuchen, und so wenig man es von einem Erzähler der Völkergeschichte fordert, daß er die zukünftigen Ereignisse mit Bestimmtheit angebe, eben so wenig darf man es von ihm verlangen. Wie weit verbreitet aber irrige Ansichten über Wesen und Zweck der Meteorologie selbst unter Astronomen sind, davon hat der bekannte Vielschreiber Herr Edler von Litrow … ein glänzendes Beispiel geliefert. Er zeigt dort ausführlich, dass man in der Meteorologie noch gar nichts wisse, und daß eine Beschäftigung damit töricht sey; …[5]   

Gamper stellte mit Adalbert Stifters Nachsommer und Katzensilber vor allem die Frage nach der Materialität des Wetters. In Nachsommer (1857) will der Erzähler eine „wirkliche Wirklichkeit“ erzählen und Heinrich Drendorf will als Wissenschaftler zu einem „Beschreiber der Dinge werden“.  Die Grenzen des wissenschaftlichen Unterfangens werden im Zuge der Erzählung selbst angeschnitten. Denn sie sind nicht zuletzt ein Datenproblem in der minutiösen Beschreibung und dem Übergang von Zeichen zur sprachlichen Erfassung und narrativen Auswertung. Die von Kämtz in seinen Vorlesungen eröffnete Programmatik des Erzählens als Meteorologie findet einen epistemologischen Niederschlag bei Stifter, um es einmal so zu sagen.

Die beiden unterschiedlichen Vorlesungen von Marianne Schuller und Michael Gamper werden hoffentlich bald nachzulesen sein. Für Jetzt kann schon formuliert werden, dass die verschiedenen Ansätze einerseits einen Wink auf die Verschränkung von Literatur, Wahrnehmung und Wissenschaft geben konnten. Andererseits wurden vor allem die sprachlichen Modi von Wissenschaft angeschnitten. Die Meteorologie - vom griechischen μετεωρος meteōros „in der Schwebe“ -, die, wie sich mit Kämtz sagen lässt, mit „alle(n) Gegenden der Erde in einem ewigen Wechselverkehre“[6] steht, ist der Literatur in ihrem prozessualen Austausch nicht unähnlich. 

 

Torsten Flüh  

 

Source Code
Kulturen des Wissens zwischen Sprachlichkeit und Technizität
Donnerstags 18:00 Uhr c.t.
Weitere Vorlesungen 10.01. – 14.02.2013

 

Technische Universität
Hörsaal 2053
Straße-des-17.-Juni 135
Berlin
U: Ernst-Reuter-Platz

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[1] Howard, Luke: Essay on the Modifications of Clouds. London 1865. (b 2) – Es handelt sich hierbei um eine postume Ausgabe mit einem Vorwort von W. Dillworth Howard und Elliot Howard. – Die Ausgabe ist als E-Book bei Google frei verfügbar.
[2] Ebenda S. vii
[3] Ebenda S. 2
[4] Kämtz, Ludwig Friedrich: Vorlesungen über Meteorologie. Halle 1840. - Das Buch kann als E-Book bei Google eingesehen werden.
[5] Ebenda S. VI-VIII
[6] Ebenda S. VII


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Categories: Medien Wissenschaft

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