Gründungsstreit - Zur 775-Jahr-Feier der Stadt Berlin und Jan Assmanns Mosse-Lecture zum Thema Gelobte Länder

Stadt – Gründung – Streit

Gründungsstreit
Zur 775-Jahr-Feier der Stadt Berlin und Jan Assmanns Mosse-Lecture zu Gelobte Länder

Gründungsmythen gehen seit biblischen Zeiten aus Streitfällen hervor. Strittig sind ebenso oft die Urkunden, die eine Gründung bescheinigen sollen. So ist die erstmalige Erwähnung der Stadt Berlin auf den 28. Oktober 1237 festgesetzt, weil der spätere Probst Symeon von Cölln an jenem Tag die Beilegung des Zehntstreites in Brandenburg mitgeteilt und Berlin erwähnt haben soll. Der Brief ging verloren. Doch wird in der Merseburger Bestätigungsurkunde vom 12. Februar 1238 auf Symeons Brief Bezug genommen. Bischof Markus Dröge erinnerte nachdrücklich an den Brief am Sonntag im Festgottesdienst in St. Marien zum Stadtjubiläum.

Bereits am Donnerstag hatte Jan Assmann mit seinem Vortrag Auszug ins Gesetz. Kanaan als normative Utopie unweit von St. Marien im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin die Mosse-Lectures des Wintersemesters 2012 zum Thema Gelobte Länder eröffnet. Es ging um die Gründungserzählung der monotheistischen Religionen durch Moses. Bekanntlich geht die Gründung des Staates Israels und der monotheistischen Religion im Alten Testament nicht zuletzt aus einem Streit mit Gott hervor. Spätestens seit seiner bahnbrechenden und heftig umstrittenen Arbeit Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur (1998) gehört Assmann zu jenen Literatur- und Kulturwissenschaftlern, die einem breiteren Publikum bekannt sind.


Was können Literatur- und Kulturwissenschaft zur Frage der Gründung beitragen? Und wie nimmt Berlins führender Theologe Bischof Dröge die Frage der Gründung und des Streits anlässlich des Jubiläums auf? Wie überschneiden sich die literarischen Verfahren von der Gründung mit denen der Geburt? Denn wie selbstverständlich „feiert Berlin seinen 775jährigen Geburtstag“, wie es das Heft zum Festgottesdienst formuliert. Ist eine Stadt ein Wesen?


Beim Jubiläumsfest zwischen St. Marien, Neptunbrunnen, Schlossplatz und St. Nikolai als Teil des Stadtmuseums werden mythologische Bilder der Geburt, des Todes und des Lebens am Sonntagabend von der Compagnie Carabosse bei ersten frostigen Minusgraden wachgerufen. Der mittelalterliche Stadtkern, der nicht nur durch den 2. Weltkrieg zerstört wurde, sondern auch später entkernt wurde, flackerte im Schein der Pech- und Petroleumfeuer. Das Mittelalter in Berlin als poetische Show ohne all zuviel Mittelalterfolklore. Mittelalter und Mitte in Berlin sind nicht unumstritten. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Mitte als Entwicklungshemmer, als ein „Geschwür“ empfunden. Heute ist das Mittelalter von Berlin (siehe auch die Besprechung zur Diskussion um die Mitte von Berlin)  nicht zuletzt dank einer weit verbreiteten Mittelalterfolklore disneyfiziert.

Die Überschneidung von Gedächtnis, Geschichte, Erzählung und Archäologie ähnelt für Kanaan denen Berlins oder - mehr noch - umgekehrt. Jan Assmann ist als Kulturwissenschaftler und Ägyptologe sozusagen mit diesem Feld vertraut. Einerseits arbeitete er seit 1967 an den Ausgrabungen in Theben-West. Andererseits leistete er vor allem epigraphische Feldarbeit. Die Entzifferung von Zeichen, Texten, Erzählungen in Theben und Luxor gehörte damit zu seinen Aufgaben. Während die ägyptischen Erzählungen über lange Zeit bestimmten Regeln und Mustern folgen, hat er vor allem das Neuartige an jenen des Alten Testaments und insbesondere der Thora ausgearbeitet.


Anders und pointierter als in Moses der Ägypter las Jan Assmann in seinem Vortrag den Mythos vom Gelobten Land, Kanaan, als „Narrativ der Verheißung“. Kanaan liegt nicht im Jenseits als Paradies wie dieses bei den Ägyptern bzw. den ägyptischen Königen der Pharaonenzeit und den Begleittexten in den Grabkammern, sondern wird als durch eine Wanderung im Diesseits erreichbar versprochen. Assmann liest die Bibel, das Alte Testament und insbesondere Moses ägypto-logisch.


Moses allerdings wird nach dem Deuteromonium oder dem 5. Buch Moses von seinem Gott versprochene Land vom Berg Nebo in einem panoramatischen Blick sehen, doch nicht betreten dürfen. Was Gott Moses’ „Augen schauen“ lässt, kann man nicht sehen und wird zugleich als Blick in die Zukunft und Landschaft entworfen.

Mose stieg aus den Steppen von Moab hinauf auf den Nebo, den Gipfel des Pisga gegenüber Jericho, und der Herr zeigte ihm das ganze Land. Er zeigte ihm Gilead bis nach Dan hin, ganz Naftali, das Gebiet von Efraim und Manasse, ganz Juda bis zum Mittelmeer, den Negeb und die Jordangegend, den Talgraben von Jericho, der Palmenstadt, bis Zoar.
Der Herr sagte zu ihm: Das ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe mit dem Schwur: Deinen Nachkommen werde ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen schauen lassen. Hinüberziehen wirst du nicht. (Deuteromonium 34,1 – 34,4)

Die Verheißung ist nicht nur ein wirkungsmächtiges Narrativ, vielmehr noch ein spezifischer, sprachlicher Modus. Er wirkt bis in unsere Tage fort. Und womöglich spielt er auf mehrfache Weise im us-amerikanischen Wahlkampf eine wichtige Rolle, worauf Ethel Matala de Mazza bei ihrer Vorstellung des Semesterthemas und Jan Assmanns hinwies.


Mit Mitt Romney kandidiert der erste Mormone in der Geschichte Amerikas um das Amt des Präsidenten. Die Gemeinde der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bzw. die Mormonen wurden von ihrem Gründer Joseph Smith und nach dessen Tod von Brigham Young weiter gegen Westen geführt. Young gründete am 24. Juli 1847 am großen Salzsee, der damals noch außerhalb der Grenzen der Vereinigten Staaten von Amerika lag, quasi in einem Niemandsland zwischen den USA und Mexiko, die Stadt Salt Lake City mit 147 Männern, 3 Frauen und 2 Kindern.


Der Modus der Verheißung spielt im Gründungsmythos der USA selbst eine wichtige Rolle, worauf Hasia Diner von der New York University am 29. November bei ihrer Mosse-Lecture The United States:  The Jews’ promised land and their land of promises eingehen wird. Oder wie Ethel Matala de Mazza formulierte: „Ein glücklich gewähltes Nomen kann bereits ein Omen sein… Die Zahl der gelobten Länder steigt eher an.“

Vielleicht kann man die Redeweise von Mitt Romney als verheißungsvoller als die von Barack Obama formulieren. Während die Hauptbotschaft von www.mittromney.com lautet „- Believe - stand with Mitt“ und damit durchaus über den Glauben an die Verheißung angeknüpft wird, setzt www.barackobama.com dem eine eher kalkulierende, persönliche Ansprache entgegen: „You’re the Reason - for - the progress we’ve made“. Unterstützt wird dieser deutlich andere Modus noch durch ein nachgeschobenes „Don’t Turn back now“. Die an Verheißung orientierte Aufforderung zu glauben und zum Glauben, steht einer mehrdeutigen Reason-Formulierung gegenüber.

Die Mehrdeutigkeit von reason im Amerikanischen - you're the reason - als Grund und Vernunft verfängt sich in der graphischen Hervorhebung und Ansprache der Leser/Wähler. Während die Seite für Mitt Romney zwischen Wunsch und Befehl ein „– Believe –“ inszeniert und dazu auffordert „Mitt“ zu folgen, ist die Obama-Seite auf ein Du abgestimmt, das an einem Fortschritt mitarbeitet. Obwohl auf beiden Seiten die Kandidaten natürlich als Führungspersönlichkeiten inszeniert werden – Barack Obama mit starker Untersicht einen ernsten Blick in die Ferne richtend -, unterscheidet sich die Headline deutlich. Es ist eine andere Ansprache. Der Modus der Verheißung funktioniert auf beiden Ebenen in sehr unterschiedlicher Weise.


Jan Assmann schärfte mit dem Titel Auszug ins Gesetz. Kanaan als normative Utopie ein Paradox. Denn einerseits wird Kanaan Moses vom Berg gezeigt, andererseits bleibt es für ihn unerreichbar und ortlos, also utopisch. Kanaan ist nicht atopisch, sondern eine Utopie, insofern es der Ort des Bundes mit Gott ist, der zwischen Auszug und Einzug geschlossen wird. Gleichzeitig wird dieser Ort selbst zu einer Schreibszene, wenn Assmann das Neuartige an der Bibel damit formuliert, das Gott die Geschichte „mit den Menschen schreibt“. Gott schreibe mit den Menschen an der Geschichte vom Exodus, Bund und Einzug in Kanaan. Diese Geschichtsschreibung werde zur Bedingung des Gesetzes.


Der Mythos vom Gelobten Land kommt nach Assmann im 8. Jahrhundert bei Micha 6.9, Hosea 11.1 und Amos 2.10 vor. Die Mythologie liest er als einen Auftrag: „Erinnert Euch an die Vergangenheit und denkt an die Zukunft.“ Assmann schlug den Bogen abschließend zu Arnold Schönbergs Fragment gebliebene Oper Moses und Aron von 1954, die sich auf das Zweite Buch Moses bezieht. Nicht allein wegen der Unabgeschlossenheit der Arbeit an Moses und Aron ist hier die strittige Frage, ob Kanaan erreicht wird, überhaupt werden soll oder nicht. Denn das von Schönberg selbst verfasste Libretto endet dramatisch.


Das Ende der Oper Moses und Aron wird auch als politischer Kommentar Arnold Schönbergs zum Staat Israel gelesen, was zweifellos zu heftiger Kritik führen musste. Mit der Anknüpfung an Schönberg und vor allem das Ende des Librettos gibt Assmann eine Lesart des Buch Exodus, in der nun nicht das Erreichen des Gelobten Landes und die Gründung eines Landes oder einer Stadt an einem Ort versprochen wird, sondern das Vereinigtsein mit Gott in der Wüste als Ziel und Auftrag formuliert werden. Geradezu symptomatisch für diesen Streit war eine Wortmeldung nach dem Vortrag aus dem Publikum. Ein Herr gab an, dass er mit der Tochter Arnold Schönbergs gesprochen habe und dass diese gewiss gewesen sei, dass er noch einen anderen Schluss habe schreiben wollen.

MOSES

Immer, wenn ihr euch unter die Völker
mischt und verwendet euere Gaben,
die
zu besitzen ihr auserwählt seid,
um für den Gottesgedanken zu kämpfen,

und ihr verwendet euere Gaben zu falschen
und nichtigen Zwecken, um im Wettbewerb

mit fremden Völkern an ihren niedrigen
Freuden teilzunehmen, immer, wenn ihr
die Wunschlosigkeit der Wüste verlasst
und euere Gaben euch zur höchsten Höhe
geführt haben, immer werdet ihr wieder
heruntergestürzt werden vom Erfolg des
Missbrauches, zurück in die Wüste.

zu den Kriegern 

Gebt ihn frei, und wenn er es vermag,
so lebe er.

Aron frei, steht auf und fällt tot um  .

MOSES

Aber in der Wüste seid ihr unüberwindlich
und werdet das Ziel erreichen:
  Vereinigt mit Gott.

ENDE DER OPER[i]

Das Gesetz und der Bund mit Gott wären somit als „normative Utopie“ die eigentliche Verheißung, woran sich Assmann anschließt und damit heftigen Widerspruch erregt.


In Moses und Aron wird allerdings nicht nur die Frage nach dem Einzug ins Gelobte Land und damit der Gründung gestellt, sondern vor allem auch die nach dem Bild und der Rolle des Bilderverbots. Mit anderen Worten: Einzug, Gründung und Bild sind im Zweiten Buch Moses zumindest narratologisch mit einander verknüpft. Was heißt das für das Bild als eine Frage der Repräsentation? Zumindest soviel lässt sich formulieren, dass sich Gott nicht im Bild und nicht an einem Ort fassen lässt, sondern dass Gott im Gesetz ist, das sich als Verheißung formuliert. Wenn sich Gott also repräsentiert sehen will, um es einmal so zu sagen, dann in der Gesetzes-Schrift. Doch genau diese Schrift und ihre Lesbarkeit wird zum Streitpunkt zwischen Moses und Aron.


Die Frage nach dem Gesetz, der Utopie und der Gründung spielte in der Predigt von Bischof Dröge beim Festgottesdienst auf andere Weise eine Rolle. Der Sprachmodus muss sich unterscheiden, da es nun insbesondere um die Erfüllung des Gesetzes geht, die eine christliche Ausformulierung gefunden hat. Denn das Christentum geht bekanntlich aus dem Judentum hervor. Jan Assmann hatte dies am Donnerstag nicht theologisch, sondern mythologisch formuliert, indem er das Christentum als eine Abspaltung aus der jüdischen Diskussion um das Land Kanaan und das Bild interpretierte.    


Bischof Dröge eröffnete seine Predigt mit einem Zitat aus dem Gedicht Auf Wolkenbürgerschaft von Hilde Domin, das am 27. März 1959 in der ZEIT veröffentlicht wurde:

Ich habe Heimweh nach einem Land,
in dem ich niemals war,

wo alle Bäume und Blumenmich kennen,

in das ich niemals geh,

doch wo sich die Wolken
meiner

genau erinnern
[…]

wo sie mich aufnehmen müssen,
ohne Pass,
auf Wolkenbürgschaft.


Obwohl sich nun auch in Auf Wolkenbürgerschaft eine Figur von einem Land finden lässt, das dem Modus der Verheißung folgt, stellte Bischof Dröge seine Predigt unter das Thema „Heimisch werden in der Fremde“. Denn damit schloss er an den Predigttext aus dem Buch des Propheten Jeremia, 29. Kapitel, Verse 4-7, 11-14a an. In diesem Text geht es darum, dass „der HERR Zebaoth, der Gott Israels,“ zu „den Weggeführten“ spricht. Denn sie sollen in Babel heimisch werden und „der Stadt Bestes“ suchen. Was das Beste einer Stadt sei, darauf ging Dröge in seiner Predigt genauer ein, indem er in Erinnerung rief, dass „das Beste“ eine Übersetzung von Shalom im Hebräischen ist. Shalom sei im Hebräischen „in einem umfassenden Sinne zu verstehen“.

Es heißt Friede und Heil, Wohlergehen und Wohlstand, es ist also auch körperlich und materiell gedacht. Es geht um soziale Gerechtigkeit und die Würde des Menschen. Für diesen Shalom sollen sich alle in der Stadt einsetzen. Auf dem Boden ihres Glaubens, ihrer Traditionen – aber dem gemeinsamen Ziel verpflichtet.   


Bischof Dröge stellte damit den alttestamentarischen Bibeltext durch das vieldeutige Shalom in einen Kontext zur Frage der Migration und des Zusammenlebens in der Stadt Berlin. Anders als bei Jan Assmanns kulturwissenschaftlicher Interpretation geht es nun beim Propheten Jeremia um ein Heimischwerden und „dem gemeinsamen Ziel“ des Shalom. Dabei ist es insbesondere die Vieldeutigkeit des Shalom, die auch eine Vielfalt dessen, was Stadt heißt, zulässt. Denn die Ausstellung der Stadt Berlin auf dem Schlossplatz präsentierte sich nicht zuletzt als eine „800-jährige Zuwanderungsgeschichte“ unter dem Motto Stadt der Vielfalt.


Die Vielfalt einer Stadt lässt sich indessen schwer in ein Bild fassen. Ob und wie die Jubiläumsveranstaltungen in Berlin zwischen Mittelalter-Archäologie, Gründung, Festgottesdienst und Jubiläumsausstellung in Berlin-Mitte gelungen waren, mag man einmal dahingestellt sein lassen. Deutlich haben sie sich allerdings von den vorhergehenden Jubiläumsfesten 1937 und 1987 unterschieden. Die Zielformulierung - und das wäre ein benennbarer Unterschied – stellte nicht „den“ Berliner oder „den“ Gründungsort in der Vordergrund, sondern praktizierte Vielfalt in einem eher leisen Tonfall. Zu erinnern ist beispielsweise an die Gestaltung des mittelalterlichen Stadtkerns von Cölln mit dem Nikolaiviertel zur 750-Jahr-Feier Berlins in Ost-Berlin. Im Nikolaiviertel sollte 1987 in der Kombination von Denkmalrestaurierung, Umwidmung der Kirche zum Museum und Plattenbau mit ans Mittelalter erinnernden Fassaden und Giebeln der historische Stadtkern sichtbar werden. Die Gestaltung des Stadtkerns entsprach von vorneherein einem Konzept der Musealisierung als Vergangenheit. Auf die derartige Verortung der Vergangenheit sollte eben auch nicht verzichtet werden.


Was ist eine Stadt? Und warum ist die Gründung so wichtig? Die Doppelstadt Cölln-Berlin erfährt durch die Erwähnung Berlins bei „Symeon von Cölln“ ihre nachträgliche Gründung an den Ufern der Spree. Die Städte sind hier an der Furt nicht zuletzt Durchgang für Reisende und Handeltreibende. Berlin fehlt eine Gründungsurkunde. Stattdessen ist es ein Brief, der zirkuliert und mitteilt, dass es neben Cölln eine weitere Stadt, einen Flecken gibt. Es wäre zu bedenken, ob eine Stadt vor allem dazu da ist, heimisch zu werden oder einen fortwährenden Knotenpunkt und Übergang für den Austausch von Waren, Nachrichten, Briefen, Kulturen abgeben sollte.


Das Denken der Stadt wird oft mit Identitätskonzepten des 19. Jahrhundert, die durchaus gegen einander ausgespielt werden, verknüpft. Eine andere Möglichkeit der Stadt könnte im Denken eines niemals einzuholenden Knotenpunkts liegen. Stadt verändert sich ständig. Ihre Zentren und Kerne wandern und verschieben sich. Der Modus Gründung verspricht eine bildlogische Konstante, die man sehen könnte und die nicht umsonst mit dem Modus der Geburt und des periodisch wiederkehrenden Geburtstages verknüpft wird.


Vielleicht liegt im Knotenpunkt die größere Kraft der Verheißung, weil Städte dann besonders attraktiv werden, wenn sie sich verändern. Eine Stadt ohne Veränderung unterläge immer schon einer Musealisierung und hätte kaum noch eine Zukunft. Daran gilt es auch zu erinnern.

Torsten Flüh

Mosse-Lectures
Wintersemester 2012. 13
Gelobte Länder – Promised Lands
nächste Veranstaltung
Donnerstag, 22. November 2012, 19 Uhr c.t.
Guy Stroums (Hebrew University, Jerusalem)
Beyond Utopia: Paradoxes of the Promised Land

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[i] Vgl. dazu Moses und Aron im Arnold Schönberg Center


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Categories: Kultur

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