Kunst-Nebel-Rebell - Zu Sebastian Harmanns Woyzeck am Deutschen Theater mit Benjamin Lillie

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Kunst-Nebel-Rebell 

Zu Sebastian Hartmanns Woyzeck am Deutschen Theater mit Benjamin Lillie 

 

Der vielleicht schönste Moment in Sebastian Hartmanns Inszenierung von Georg Büchners Woyzeck am Deutschen Theater mit Benjamin Lillie ereignet sich, wenn die Bühnenmaschinerie als solche sich mit der Drehbühne ingangsetzt, aus dem Schnürboden eine Leuchtschrift aus altmodischen Glühbirnen hinabgesenkt wird und der Berichterstatter zu lesen beginnt: EBEL, ah, wahrscheinlich REBELL. Georg Büchner im Büchnerjahr, der Rebell oder auch Woyzeck-Rebell. Der Theaternebel steigt sehr kunstvoll in die Höhe. Selten sah man kunstvollere Theaternebelschwaden auf deutschen Bühnen. Hightech-Nebel im Deutschen Theater. Doch nach wenigen Graden der Drehung der Bühne gibt es keinen Rebell mehr, sondern NEBEL über einer „Landschaft zwischen Steppe und Savanne“.  

„Eine Landschaft zwischen Steppe und Savanne“ ist dann schon der Beginn von Heiner Müllers dramatischen Text Bildbeschreibung (1985), der von Benjamin Lillies Woyzeck gesprochen wird, während sich das Drehbühneninterieur mit See und Schilf und Riesen-Bärenklau (Heracleum giganteum) einmal um den buchstäblichen Leuchtschriftnebel dreht. Hartmanns Woyzeck versucht nicht aus den Woyzeck-Fragmenten, deren Szenenfolge nicht verbürgt ist, eine dramatische Erzählung zu machen. Woyzeck und Marie (Katrin Wichmann) sprechen, schreien, brüllen vielmehr Textfragmente und die Eröffnungssequenz aus Lenz von Büchner sowie die gesamte Bildbeschreibung von Müller. Es geht schlaglichtartig um das Sehen und das Wissen von Mann und Frau, worauf zurückzukommen sein wird, um das Bild und das Erzählen und sein Verhältnis zum Ich. Statt historisiertem Sozialdrama der äußerlichen Zwänge, Triebe und Dränge das Drama vom Ich zwischen Soziabilität und Asozialität.  

Sebastian Hartmann führt in der Eröffnungssequenz, dem Höhlengleichnis von Platon gleich, ein Schattenspiel vor einem Sehschlitz zum Elektrosound (Musik: Ch. Mäcki Hamann) auf. Die Schatten bleiben unscharf. Vielleicht sieht manch ein Theaterzuschauer nur verschwommen rätselhafte Schatten, wenn er oder sie nichts davon gehört oder gelesen hat, wie es mit Woyzeck und Marie bei Georg Büchner zu ende geht. Das Wissen steht bei den überlieferten Fragmenten ganz gewiss auf dem Spiel, weil ihre Anordnung ungewiss ist. Einerseits führt der Doktor moderne Experimente mit Erbsen an Woyzeck durch, Menschenversuche, um Wissen zu erlangen, die ins Aberwitzige entgleiten, und der Hauptmann, das Militär, bilden einen Menschentypus aus. Andererseits wird das Wissen zum Problem, insbesondere auch als eines um das Geschlecht in seiner Vieldeutigkeit von Menschengeschlecht, Geschlechtsunterschied, Frau und Mann, „schönem Geschlecht“, Sexualität, Klassen. Mit einer Spur Vorwissen lassen sich die Schatten zwischen Umarmungen, wildem Liebesspiel und Mord sehen. 

Woyzeck ist ausgelotetes Bildungsgut. Auf dem Hamburger Bildungsserver ist Woyzeck längst mit „Unterrichtsmaterialien, Linklisten, Prüfungsvorbereitungsmaterialien“ erschlossen und verlinkt. Was sich an Woyzeck lernen und prüfen lässt, ist ausformuliert. Exemplarisch ist auf dem Hamburger Bildungsserver eine Seminararbeit von Laurent Haas aus einem Seminar „Einführung in die Literaturwissenschaft“ von 1998/99 verlinkt, „Woyzeck und die Obrigkeit. Sein Verhältnis zum Hauptmann und dem Doktor“. Doch letztlich wird auch hier der Mord an Marie „literaturwissenschaftlich“ mit „Ursachen“ im „biologischen und emotionalen Bereich“ beantwortet:  

Die Ursachen müssen darum, wie Büttner schreibt, nicht im sozialen, sondern im biologischen und emotionalen Bereich gesucht werden: …    

In der literaturwissenschaftlichen, als bildungsrelevant verlinkten Formulierung von Laurent Haas ist auffällig, wie das Wissen vom Sozialen ersatzhalber ins Biologische und Emotionale ver- oder zumindest hinausgeschoben wird. Anders gesagt: was sich nicht mit einem Wissensmodell erklären lässt, muss andere Ursachen haben, die in einem anderen Wissensbereich zu suchen wären. Die (literaturwissenschaftliche) Ursachenforschung spielt sich insofern immer in Wissensbereichen ab, die an ein Subjekt, Woyzeck, gekoppelt werden können, das sozio-, bio- oder gefühls-, um nicht zu sagen, psycho-logisch erklärt oder erschlossen werden kann. Literaturwissenschaft wird auf diese Weise zu einer Diskussion und Abwägung von Wissensbereichen, die als verbindlich in und für die Bildung gelten. Oder noch einmal anders formuliert: Literaturwissenschaft lässt sich nur insofern als Wissenschaft von der Literatur praktizieren, als sie Literaturen mit ausgebildetem, gesellschaftlich sanktioniertem Wissen verkoppelt. 

Es ist auf das Höhlengleichnis, das Sebastian Hartmann in seiner Inszenierung mit dem Sehschlitz diskret zitiert, zurückzukommen. Der Sehschlitz ist Beschränkung und Versprechen des Sehens zugleich. Insofern das Sehen und ein anderes Sehen, das als ein gleichnishafter Ausbruch aus der Gefangenschaft in einer Höhle in Platons Politeia bezüglich der Frage nach der Bildung und Wahrheit beschrieben wird, mit einem gefangenen und einem befreiten Wissen formuliert werden, berührt die Erzählung vom Wissen und der (anderen) Wahrheit die Funktion des Sehens. Spätestens als 1784 Immanuel Kants Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? im Dezemberstück der Berlinischen Monatsschrift von Johann Erich Biester und Friedrich Gedicke veröffentlicht wird, bekommt die Erzählung vom Sehen der Schatten, dem Schauen der Sonne und dem Ausbruch aus der „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ in Anspielung auf Platons Höhlengleichnis eine strukturierende Verbindlichkeit. Hartmann setzt das Versprechen des Sehens ein und dreht es mit Marie und Woyzeck auf der Bühne, wo alles bis zur Nacktheit, bis auf die Haut des Woyzeck-Schauspielers zu sehen ist, insofern auch um, als damit noch lange nicht klar wird, worin sich Liebesumarmung und Erdrosseln oder Ersticken unterscheiden.  

Die Logik des Sehens wird von Hartmann letztlich mit der eingangs erwähnten Sequenz der Inszenierung der Bühnenmaschinerie zu Heiner Müllers Bildbeschreibung für das Theater auf die Spitze getrieben und gekippt. Denn während Woyzeck gerade in der fragmentarischen Szene in Mariens Kammer seine Verzweiflung am Sehen und Greifen ebenso wie am Wissen und Begreifen formuliert, dreht Heiner Müller in seinem dramatischen Text den Wunsch nach dem Sehen in eine Pluralität des Blicks unter Einsatz von mehr oder weniger 29 oder, etlichen vielleicht und einigen zwischen ohne abschließende Satzpunkte, aber mit vielen Kommata, „der Sehschlitz in die Zeit sich auftut zwischen Blick und Blick“, um.[1] Büchners Woyzeck verzweifelt auch am Zwang, sehen zu müssen, Müllers „ICH“ streicht das Wissen im Sehen bis an die Grenze der Lebenden und der Toten durch.  

WOYZECK [sieht sie starr an und schuettelt den Kopf]: Hm!

Ich seh'  nichts, ich seh nichts. O man muesst's sehen, man muesst's greifen 

koenne mit Faeusten![2]   

Vielleicht darf man den Selbstauskünften Sebastian Hartmanns im Gespräch mit seiner Dramaturgin Julianne Koepp nicht bedingungslos trauen, indem man verlangte, der Künstler/Regisseur wisse alles von seiner Inszenierung.[3] Das ist ein sprachliches, informationelles und künstlerisches Problem, das selbst oder gerade einem anerkannten Theaterkritiker wie Peter Kümmel bei seinem Rekurs auf die „Literaturgeschichte“ und das „Interview im Programmheft“ zu heftiger Kritik veranlassen kann. Das Wissen der Schauspielerinnen wäre dann noch einmal eine ganz andere Frage. Wenn Kümmel allerdings das „donnernde Schauspielertheater“ kritisiert, dann wird das Wissen der Schauspielerinnen, von dem man nicht genau sagen kann, worin es sich zeigt oder hörbar wird, auch vorausgesetzt und denunziert. Wer keine Fragen mehr an den in der „Literaturgeschichte“ verorteten Text hat, wird ihn sich schwerlich erarbeiten können. Doch der Text, das Fragment und das Theater als Schaubühne werden bei Hartmann und seinen Schauspielerinnen unablässig befragt. Beispielsweise auch damit, dass Marie, gleichsam im Geschlechtertausch, Woyzeck unter einem „löchrigen Fellmantel“ (Kostüme: Adriana Braga Peretzki) aus der Bildbeschreibung von Heiner Müller erstickt ─ und dann steht Woyzeck wieder auf und die Bühnenmaschinerie läuft weiter. 

Woyzeck wird in der Inszenierung mit der Bildbeschreibung gelesen. Und wie mit dem „löchrigen Fellmantel“, der schwierig einzuordnenden „Landschaft zwischen Steppe und Savanne“ und der Leuchtschrift „NEBEL“ zitiert sie bildlich Heiner Müllers Text, in dem es zwischen zwei Kommata heißt „das Drahtskelett ihre Befestigung an einem fleckig blauen Brett mit der willkürlichen Bezeichnung HIMMEL“. Der Text zitiert und speist oder generiert sich seinerseits aus mehreren Texten, wie es Heiner Müller in der Edition von Frank Hörnigk in einer medialen Überschneidung von Malerei, No-spiel, Epos, Film und Drama als „Explosion einer Erinnerung“ formuliert hat. 

BILDBESCHREIBUNG kann als eine Übermalung der ALKESTIS gelesen werden, die das No-spiel KUMASAKA, den 11. Gesang der ODYSSEE, Hitchcocks VÖGEL und Shakespeares STURM zitiert. Der Text beschreibt eine Landschaft jenseits des Todes. Die Handlung ist beliebig, da die Folgen Vergangenheit sind, Explosion einer Erinnerung in einer abgestorbenen dramatischen Struktur.[4] 

Die Frage des Textes wie sie sich bereits mit dem Fragment des Woyzeck als eine Frage der Ordnung ─ „Es gibt keine einzig richtige Reihenfolge der einzelnen Szenen, denn sie sind weder nummeriert noch in Akte aufgeteilt.“[5] ─, der „Handlung“, der „Folgen“ und „Ursachen“ (Haas) stellt, wird von Heiner Müller durch eine Vielzahl der Konjunktion oder unter mehrfacher Erinnerung an die Sprache und das Sprechen in Formulierungen wie „Sprache der Taubstummen“, „die Kiefer mahlen Wortleichen und Sprachmüll“, „das Stottern im sprachlosen Text“ inszeniert. Die Verkettung der Appositionen, die eine „Landschaft zwischen Steppe und Savanne“ generieren, in der das Lesen eines Bildes zwischen Fruchtlosigkeit oder Leere (Steppe) und Fruchtbarkeit oder tropischer Fülle (Savanne) inszeniert wird, entsteht mit der Formulierung des Gemeinnützlichen Wörterbuchs zur richtigen Verdeutschung und verständlichen Erklärung der in unserer Sprache vorkommenden fremden Ausdrücke von Joh. Christ. Vollbeding 1819 aus „Hinzufügung, Beilegung, Ansatz, Wachsthum von außen, Art und Weise, …, erklärende(n) Beis(ä)tz(en), …, Nebens(ä)tz(en)“ ein uneinholbarer Text. 

Heiner Müller erzählt von dem Bild, den Lebenden und den Toten zwischen Bild und Text in einem Modus der Reste und der Asche, von denen sich nicht sagen oder wissen lässt, wessen sie sind. Das Verfahren der Apposition wird durch Modi wie zwischen, vielleicht und oder entgegen und mit der Geste der Erklärung an die sprachlichen Grenzen des Textes getrieben. Beim löchrigen Fellmantel bleibt unentschieden, ob er hält, weil er oder obwohl er löchrig ist. Ein Text ließe sich sagen, generiert sich immer auch aus Löchern, aus Nichts, „ex nihilo“, wie es Slavoj Žižek unter diskreter Zitation Jacques Lacans einmal hinsichtlich des Materialismus formuliert hat. 

… In this sense, I claim an act, of course, is not something that can be accommodated into an image of deterministic materialism, because it’s something that comes ex nihilo. I’ll put it in this way. Hegel used often the term "positing the very presuppositions". Let me take my favorite example from religion which every true Christian, which I unfortunately am not, would tell you. As Kierkegaard posits, if you say: "I looked around and Christianity convinced me with its reasons. So since I was convinced by Christian arguments, I believe in Christianity", this is an obscenity. It works the other way around. You must believe in order to understand the reasons.[6]        

  

In der semantischen Überschneidung von Landschaft als Bild und/oder Text bei Heiner Müllers Bildbeschreibung wird bereits eine Unentscheidbarkeit angelegt, die mit einem Wink auf Platon und Kant gegen diese offen lässt, ob es zuerst ein Bild gab, das beschrieben wird, oder sich das Bild allererst mit der Beschreibung herstellt und dennoch in der Schwebe bleibt. Indem mittels Appositionen der „Augenblick des Bildes“ mehr durch die Kommata, denn durch die Appositionen beschworen wird, entzieht sich das Bild permanent und wird dennoch aufgerufen. Auf diese Weise wird die Landschaft immer schon Text und Bild zugleich. Ohne Text keine Landschaft. Doch der Text, indem er aufgeschrieben wird, generiert aus „Wortleichen und Sprachmüll“ auch eine Landschaft lebender Tote, wie sie mit Zitaten herbeizitiert werden: „ICH HABE DIR GESAGT DU SOLLST NICHT WIEDERKOMMEN TOT IST TOT“. Doch gerade das Totsagen erweckt in der Verneinung Tote zum Leben.

Woyzeck ringt bei Sebastian Hartmann und Benjamin Lillie um das Sehen und kann nicht schlafen. Marie verspricht Woyzeck ein „Schlafengelchen“, denn das beunruhigende am Sehendenken ist, dass es Woyzeck nicht zur Ruhe kommen lässt. Das Versprechen auf das richtige, befreite Hören und Sehen, in dem das Ich zu sich selbst kommen soll, hat sich unversehens in eine Heimsuchung verkehrt. Bevor man nach den Ursachen forscht, kann man die sprachlichen Operationen und Texte analysieren. Verspricht Marie Woyzeck ein „Schlafengelchen“ oder wird es schon zum Gespenst, wenn Woyzeck „Geigen“ hört und sie nicht abstellen kann?  

WOYZECK: Ich kann nit schlafen! Wenn ich die Aug zumach', dreht 

sich's immer, und ich hoer' die Geigen, immer zu, immer zu. Und dann 

spricht's aus der Wand. Hoerst du nix? 

ANDRES: Ja - lass sie tanze! Einer is mued, und dann Gott behuet uns, 

amen. 

WOYZECK: Es redt lmmer: stich! stich! und zieht mir zwischen den Augen 

wie ein Messer - 

ANDRES: Schlaf, Narr! - [Er schlaeft wieder ein.] 

WOYZECK: Immer zu! Immer zu!  

Vielleicht glaubt Sebastian Hartmann zu sehr an die Lust und das Blut als Triebmittel, obwohl das Theaterblut aus Benjamin Lillies Mund auf Maries und seinem Körper eben doch sichtbar aus einer Requisitenflasche genommen wird. Es wird vorgemacht, dass das Blut unter vollem Einsatz des nackten Körpers eben doch kein Blut, das Leben bedeutet oder eben auch als Lache vom Tod zeugen könnte, doch nur für ein uneinholbar Anderes steht. Immer wird etwas durch etwas vor dem durchschimmernden Hintergrund des Freiheitsversprechens ersetzt oder mit etwas auch verwechselt. Bildbeschreibung lässt sich durchaus mit oder als Woyzeck lesen, selbst wenn Heiner Müller das nicht geschrieben hat. Denn „der MORD“ als „ein Geschlechtertausch“ geschieht nicht zur Luststeigerung, sondern als Textoperation oder „Übermalung“, in der das „ICH“ in Majuskeln als Zitat nicht nur drucktechnisch hervorgehoben, vielmehr spiegeltechnisch hineingezogen wird. 

…, der MORD ist ein Geschlechtertausch, FREMD IM EIGENEN KÖRPER, das Messer ist die Wunde, der Nacken das Beil, gehört die fehlbare Aufsicht zum Plan, an welchem Gerät ist die Linse befestigt, die dem Blick die Farben aussaugt, in welcher Augenhöhle ist die Netzhaut aufgespannt, wer ODER WAS fragt nach dem Bild, IM SPIEGEL WOHNEN, ist der Mann mit dem Tanzschritt ICH, mein Grab sein Gesicht, ICH die Frau mit der Wunde am Hals, rechts und links in Händen den geteilten Vogel, Blut am Mund, ICH der Vogel, der mit der Schrift seines Schnabels dem Mörder den Weg in die Nacht zeigt, ICH der gefrorene Sturm. 

Benjamin Lillie spricht die Bildbeschreibung an der Rampe, während sich hinter ihm die Landschaft unter NEBEL einmal im Kreise dreht. Bildbeschreibung zu sprechen, indem die Vielzahl der oder betont wird, ist noch einmal etwas anderes, als sie gedruckt zu lesen. Lässt sie sich überhaupt von einem Schauspieler sprechen? Da kein Vorhang fällt, lässt sich nicht einmal sagen: „Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ Wie ließe sich die Bildbeschreibung schauspielerinnentechnisch lösen? Hartmanns Woyzeck stellt Fragen auf die Bühne. Und stellt vielleicht doch ein wenig die falschen, wenn er an der Lust und den Geschlechtern trennend festhält. Woyzeck mit Bildbeschreibung zu lesen und zu inszenieren, sollte nicht als Problemlösung oder Antwort auf die Frage nach dem Text oder „Mann und Frau“ missverstanden werden, wenn Sebastian Hartmann sagt, dass er Mann und Frau als „ursprüngliche Wesenseinheit, die allein durch ihre Physis, durch ihre Art zu denken und zu sprechen, sehr unterschiedliche Themen auf die Bühne bringt“. Bildbeschreibung funktioniert da ein wenig anders. 

 

Torsten Flüh 

 

Deutsches Theater 

Woyzeck 

von Georg Büchner 

weitere Vorstellungen am 8. und 13. Januar 2015  

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[1] Müller, Heiner: Bildbeschreibung In: Deutsches Theater Berlin (Hg.): Spielzeit 2014/15 Programmheft 96 (Woyzeck von Georg Büchner). Berlin 2014. S. 33

[3] Wie aus der Hand getropftes Blut auf Papier. Sebastian Hartmann über Georg Büchners Texte, eine peinigende Frage und Schönheit. In: Deutsches Theater Berlin … S. 11ff

[4] s. o. Müller, Heiner, S. 33

[5] s. o. archive.org 

 


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